Bergland-Classic in Sontra: Nostalgie auf vier Rädern

Haben die Strecke sehr genossen: (von links) Lothar Brobach und sein Beifahrer Bodo Endres aus Kassel haben zum ersten Mal an der Bergland-Classic in Sontra teilgenommen. Foto: Marvin Heinz

Sontra. Der Marktplatz der Berg- und Hänselstadt Sontra war am Sonntag wieder das Mekka für Oldtimerfans aus nah und fern, die zu den Bergland-Classics gekommen waren.

Fast 80 Teilnehmer gingen bei der Bergland-Classic an den Start, was viele Zuschauer zum Anlass nahmen, den Weg in die Sontraer Innenstadt zu finden, um die zeitgenössischen Fahrzeuge zu bewundern. Wir haben die Veranstaltung zusammengefasst:

Der Start der Bergland-Classic

Bereits ab 8 Uhr waren viele Oldtimerfahrer und -fans in die Kupferstadt. Schnell war die Innenstadt voll mit Oldtimern, Youngtimern und Motorrädern. Einige stellte ihre „Schätzchen“ nur aus, andere fieberten dem Start der dritten Sontraer Bergland-Classic entgegen.

Mit Fachsimpeln, Kennenlernen und einem gemeinsamen Frühstück wurde die Zeit bis zum Start um 10.30 Uhr überbrückt.

Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt nutzte vor dem Start die Möglichkeit, um sich bei Dirk Arnhardt und der Audigemeinschaft Nordhessen zu bedanken, die ein interessantes Teilnehmerfeld und eine tolles Rahmenprogramm auf die Beine gestellt haben. Im Anschluss schritt Eckhardt zur Tat und schickte die Fahrzeuge der vier Klassen, ausgestattet mit der Startfahne im Minutentakt auf die 83 Kilometer lange Strecke.

Moderator Kurt Ludwig aus Alheim-Oberellenbach (Kreis Hersfeld-Rotenburg) stellte den Zuschauern die Autos und Insassen vor, dabei hatte er stets einen Scherz parat.

Die Strecke der Bergland-Classic

Über Hübenthal, Heyerode, Diemerode, Gehau, Eltmannsee, Schemmern, Burghofen, Friemen, Hetzerode, Bischofferode, Weidelbach, Vockerode, Wickerode, Retterode ging es bis zum nördlichsten Punkt nach Spangenberg im Schwalm-Eder-Kreis. „Die Fahrer können die schöne Landschaft genießen und ihre nostalgischen Autos ausfahren. Da freut man sich als Organisator“, so Arnhardt, der auf dem Rückweg in Richtung Sontra mit dem „Schwarzen Stock“ vor Rockensüß einen besonderen Höhepunkt eingebaut hatte.

Die Kontrollen bei der Bergland-Classic

Auf der Strecke ging es aber nicht darum, wer zuerst im Ziel ankam. „Es geht hier keinem um die Geschwindigkeit“, betonte Organisator Dirk Arnhardt. Vielmehr mussten die Fahrer und ihre Beifahrer die stummen Kontrollen beachten: Auf der Strecke waren diverse Buchstaben und Zahlen angebracht, die mussten die Teilnehmer aufschreiben. So war nachvollziehbar, wer aufmerksam und richtig gefahren war. Fehler führten zu Strafpunkten, gewonnen hatte, wer die wenigsten Strafpunkte einheimste.

Die Sieger der der Bergland-Classic

Heinz Küstner und Toni Gerhardt aus Naumburg (Landkreis Kassel) landeten mit ihrem Mercedes W187 aus dem Jahr 1952 auf dem ersten Platz in der Kategorie Oldtimer bis Baujahr 1958. Peter und Karin Eyert aus Bebra (Hersfeld-Rotenburg) setzten sich im VW Polo aus dem Jahr 1978, trotz 70 Strafpunkten gegen die Konkurrenz der Fahrzeuge der Baujahre 1959 bis 1978 durch.

Theo Holzapfel und sein Sohn schafften mit ihrem Lancia Beta HPE (Baujahr 1980) das beste Tagesergebnis. Zudem gewann das Duo aus Schauenburg (Landkreis Kassel) in der Kategorie der Fahrzeuge der Baujahre 1998 mit nur 50 Strafpunkten.

Fotos: Dritte Bergland-Classic in Sontra

Von Marvin Heinz

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