Ansteckungsgefahr zu groß: Breitwiesn in Sontra wegen Coronavirus abgesagt

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Der Festumzug der Breitwiesn: Wegen der Corona-Pandemie müssen die Sontraer in diesem Jahr darauf verzichten. 

Wegen der Coronavirus-Pandemie haben sich die Veranstalter der Breitwiesn entschlossen, die 9. Auflage des Volksfestes abzusagen. Zu groß sei die Gefahr der schnelleren Verbreitung.

Feiern im Festzelt, Familiennachmittag, Festumzug und der Rummelplatz mit Fahrgeschäften: Dinge, auf die die Sontraer in diesem Jahr verzichten müssen, um die örtlichen medizinischen Versorgungsstrukturen nicht zu überlasten.

Absage des Hessentags sorgt auch für Absage der Breitwiesn

Leicht ist der Entschluss den Organisatoren, die sich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) richten, allerdings nicht gefallen. Wieso wurde die Entscheidung aber bereits zwei Monate zuvor getroffen? „Die Absage des Hessentags hat uns aufschrecken lassen“, sagt Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt. Der hätte Anfang Juni in Bad Vilbel stattfinden sollen. Da man mit der Breitwiesn auch relativ früh im Jahr liege, habe man sich zum Schutz der Gesundheit aller bereits jetzt für die Absage entschieden, so Eckhardt.

„Außerordentlich schade“ sei der Entschluss, sagt Axel Fahnert, Vorstandsmitglied der Aktionsgemeinschaft des Sontraer Handels (ASH), die den Cocktailabend organisiert hätte. Vor allem, weil sich die Breitwiesn in den vergangenen Jahren zu einer tollen Veranstaltung entwickelt habe. Und es ein Fest sei, dass „von der Bürgerschaft für die Bürger“ organisiert werde.

„Aber die Entscheidung ist logisch, wenn man sich die Prognosen des RKI ansieht“, sagt Fahnert. Wegen des Coronavirus werde keiner unbeschwert unter so vielen Menschen in Sontra feiern können. So hätten zumindest alle Beteiligten bereits Monate vorab Planungssicherheit.

Breitwiesn war bereits komplett durchgeplant

Laut Bürgermeister Thomas Eckhardt war das Fest bereits komplett durchgeplant. Mit Bands, Schaustellern und dem Festwirt seien schon Verträge geschlossen worden. Die Kosten der Absage hielten sich nun aber in Grenzen. Die Werbeaktivitäten für das Heimatfest seien bislang überschaubar gewesen. Mit finanziellen Einbußen wegen der Absage rechne man deswegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht.

Reaktionen auf die Absage der Breitwiesn

Wie wird die Absage aufgenommen? Aktuell würden die positiven Rückmeldungen überwiegen, sagt Bürgermeister Eckhardt. Egal ob Bürger, Bands, Fanfarenzüge, Vereine oder die Mitglieder des Arbeitskreises Breitwiesn: Alle zeigten Verständnis für die besondere Situation.

Kein Nacholtermin für die Breitwiesn

Ein Nachholtermin sei wegen des engen Zeitplans in diesem Jahr keine Option gewesen. Und selbst, wenn man das Fest doch hätte feiern können, sei ungewiss, ob sich das Gefühl der Unsicherheit in der Bevölkerung nicht doch auch in niedrigen Besucherzahlen niedergeschlagen hätte, so Eckhardt.

Städtepartnerschaft mit Tambach-Dietharz

Definitiv nachgeholt werden soll aber die Feier zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Sontra und dem thüringischen Tambach-Dietharz – eigentlich ein Programmpunkt des Festes. Gefeiert wird nun am 3. Oktober im Sontraer Bürgerhaus.

Städtepartnerschaft wird gefeiert

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