Sontra: Kein Favorit für die Direktwahl am Sonntag

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Sontra. Keinen klaren Sieger hat die Podiumsdiskussion der Werra-Rundschau mit den beiden Bürgermeisterkandidaten Michael Stein (CDU) und Thomas Eckhardt (SPD) hervorgebracht. Beide Kandidaten stellten sich am Mittwochabend den Fragen der WR.

Beide Bewerber um den Chefposten im Rathaus haben in einem fairen Rededuell ihre Positionen zur Arbeitsmarktsituation in Sontra, Innenstadtbelebung, Seniorenhilfen, Tourismus, Finanzsorgen und das Reizthema Gewerbegebiet Husarenkaserne klar vertreten.

Aktualisiert um 13.12 Uhr

Für die Sontraer Innenstadt, die Kandidat Stein nur wenig attraktiv findet, möchte er ein Modell nach Eschweger Vorbild nach Sontra transportieren. In Eschwege hatte sich die Stadt nach der Hertie-Pleite auch finanziell dafür eingesetzt, dass die Innenstadt mit der Schlossgalerie einen Anziehungspunkt zurückerhält. Das schwebt auch Stein, der die Abwanderung vieler Geschäfte bedauert, im Kleinen vor. Eckhardt plädierte dafür, die Innenstadt für die Senioren barrierefrei zu gestalten. Außerdem will er den Wochenmarkt wiederbeleben - allerdings an anderer Stelle.

Für das Gewerbegebiet Husarenklaserne, an dem nach Angaben der Stadt schon mehrere Unternehmen aus dem Kreis Interesse an einem Grundstück angemeldet hatten, haben beide Kandidaten unterschiedliche Lösungsansätze. Thomas Eckhardt sieht den momentanen Automobilabstelltplatz nur als „gute Zwischenlösung“ an. Langfristig will er dort Firmen ansiedeln die Arbeitsplätze für die Region schaffen. „Die Grundstückspreise müssen sich aber tragen“, sagt Eckhardt. Michael Stein sieht sich bei dem Gewerbegebiet in Konkurrenz zu Angeboten in Thüringen. Dort würden die Gewerbegrundstücke ein vielfaches weniger kosten - mit bestehendem Autobahnanschluss.

Am Sonntag sind 6270 Sontraer zur Wahl aufgerufen. Außerdem finden in Meißner und Berkatal Direktwahlen statt. Hier treten die Amtsinhaber Friedhelm Junghans (SPD) und Friedel Lenze (SPD) jeweils konkurrenzlos an.

Hintergrund:

Die Bürgermeisterwahl in Sontra stößt auf großes Interesse. Über 600 Wähler haben im Vorhinein Briefwahlunterlagen beantragt. Das sind rund 15 Prozent mehr als bei der letzten Direktwahl vor sechs Jahren. Damals gaben 470 Männer und Frauen ihre Stimme per Brief ab. Wahlleiter Michael Kulla spricht von einer sehr guten Quote bei dieser Wahl „Jetzt müssen wir abwarten, ob alle beantragten Unterlagen zurückgeschickt werden.“ Wer am Sonntag keine Zeit hat in eines der 17 Wahllokale der Stadt zu gehen, kann die Briefwahlunterlagen noch bis Freitagabend, 18 Uhr, beim Wahlamt/Bürgerbüro der Stadt beantragen. (ts)

 

Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl in Sontra

Eine ausführliche Berichterstattung folgt in der gedruckten Freitagsausgabe der Werra-Rundschau.

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