7. Kind der Familie

Bundespräsident übernimmt die Patenschaft für Elias Deist aus Wölfterode

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Geschenke gab es für Elias und seine Eltern Carsten und Angie Deist (links im Bild) von Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt und Siegfried Bogdanski (rechts) bei der Übergabe der Patenschaftsurkunde im Rathaus. 

Sontra/Wölfterode – Nicht jeder kann von sich behaupten, den Bundespräsidenten als Patenonkel zu haben – Elias Deist aus Wölfterode schon. Er ist das siebte Kind von Angie und Carsten Deist, die sich für Frank-Walter Steinmeier als Ehrenpaten entschieden.

Geplant, dass sie einmal eine sehr große Familie haben werden, sei es laut dem Ehepaar Deist nicht gewesen. „Dennoch sind wir froh, uns zu haben. Keines meiner Kinder würde ich jemals missen wollen“, sagt Angie Deist. Vor sechs Monaten wurde die 38-Jährige zum siebten Mal Mutter.

„Dass es ein Junge wird, haben wir recht spät erfahren. Vorerst hieß es, wir erwarten ein Mädchen“, berichtet die Wölfteröderin. Insgesamt brachte Deist sechs Jungen und ein Mädchen auf die Welt. „Das Geschlecht spielte für uns nie eine bedeutende Rolle. Hauptsache ist doch, dass die Kinder gesund sind“, meint Carsten Deist.

Für Elias’ Geschwister, Leonie, Leon, Noel, Nico, Robin und Dennis, ist es kein Problem, dass die Augen von Mama und Papa derzeit stark auf das jüngste Familienmitglied gerichtet sind. „Allen gerecht zu werden ist eine Aufgabe, welcher wir uns tagtäglich stellen. Streit bleibt auch bei uns manchmal nicht aus, aber das bleibt ja auch in einer Familie mit weniger Kindern nicht aus“, sagt der 42-Jährige. Ob die Wölfteröder Großfamilie weiter wachsen wird, steht nicht fest. „Eigentlich haben wir mit der Planung abgeschlossen. Trotzdem: Kinder sind ein Geschenk Gottes. Wenn ich doch noch mal schwanger werden sollte, ist das etwas ganz Wunderbares“, gesteht Angie Deist.

Urkunde überreicht

„Elias ist der Erste seit dem Jahr 2005, in dem der damalige Bundespräsident eine Ehrenpatenschaft für ein Kind aus Sontra übernahm“, erzählt Thomas Eckhardt, Bürgermeister der Stadt Sontra. Gemeinsam mit dem Ortsvorsteher von Wölfterode, Siegfried Bogdanski, überreichte er den Deists die Urkunde über die Annahme der Ehrenpatenschaft und ein Geldgeschenk des Bundespräsidenten.

Für das siebente Kind einer Familie übernimmt der Bundespräsident, derzeit Frank-Walter Steinmeier, auf Wunsch der Eltern die Ehrenpatenschaft. Diese hat in erster Linie symbolischen Charakter und ist nicht mit der Taufpatenschaft zu vergleichen. Zum Ausdruck soll damit die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien gebracht werden. Anträge zur Übernahme nehmen die zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltungen entgegen und leiten diese an das Bundespräsidialamt weiter. Pro Familie wird nur eine Ehrenpatenschaft seitens des Bundespräsidenten übernommen. Seit dem Jahr 1949 gab es davon bundesweit über 80 000 Stück.

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