Michael Hobbie war auf Fuerteventura

Urlaub mit dem Flieger unter Corona-Bedingungen: Sontraer macht den Test

Michael Hobbie sitzt mit seiner Mund-Nase-Maske im Flugzeug.
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Michael Hobbie im Condor-Flieger nach Fuerteventura: Die Mittelplätze blieben frei. 

Die Ängste sind aufgrund der Corona-Pandemie für viele Urlauber, die mit dem Flugzeug ihre Reiseziele außerhalb Deutschlands erreichen möchten, in diesem Sommer groß: Ein Sontraer hat den Test gemacht.

Einer, der die Umstände vor Ort testen konnte, war Michael Hobbie, der in Sontra das Reisebüro „Auf und Davon“ betreibt. Er reiste mit der ersten internationalen Maschine nach dem Lockdown in Spanien auf die Ferieninsel Fuerteventura.

Gemeinsam mit mehr als 100 Reiseverkäufern verschaffte er sich im Rahmen einer Veranstaltung von Schauinsland-Reisen, der Airline Condor und der Iberostar-Hotelkette einen Überblick über die Situation auf Fuerteventura. Drei Tage lange sahen sie sich die Sicherheitskonzepte von Flughafen, Hotels und den Transfer-Verbindungen an.

Abstände wurden im Flugzeug eingehalten

Die größten Bedenken hatten die Experten vor dem langen 4,5-stündigen Flug mit Mund-Nase-Schutz. „Doch das war überhaupt kein Problem“, sagt Michael Hobbie. Die Luft im Flieger sei angenehm kühl und somit erträglich gewesen.

Die Mittelplätze zwischen den Passagieren wurden freigehalten, die Abstände somit eingehalten. „Im Flieger muss man keine Angst haben“, sagt Hobbie. Im Fernsehen würde man Bilder von überfüllten Flugzeugen sehen, bei Condor sei das aktuell aufgrund der geringen Auslastung überhaupt nicht denkbar.

Auch am Flughafen in Düsseldorf habe es keinerlei Menschenansammlungen gegeben. „Fast alle der 100 Ladengeschäfte sind geschlossen“, sagt der Touristiker. Beim Check-in werde man nun einzeln aufgerufen, genauso sei es auch beim Ein- und Aussteigen ins Flugzeug.

„Das läuft nun Reihe für Reihe ab, Gedränge gibt es somit überhaupt gar keins“, so Hobbie. Das könne man auch gerne für die Zukunft beibehalten, scherzt er.

Der Strand auf Fuerteventura ist menschenleer

Untergebracht waren die Reisenden in einem Iberostar-Hotel in Jandia im Südwesten der Insel. Eine große Delegation, darunter Iberostar-Chef Miguel Fluxa und die Inselregierung um Präsident Blas Acosta, nahmen sie am Flughafen in Empfang.

Der Strand von Fuerteventura: Wo sich sonst zur Hauptsaison unzählige Menschen tummeln, herrscht derzeit gähnende Leere. 

„Viele Leute haben Bedenken, dass sie sich im Urlaub sehr einschränken müssen“, sagt Hobbie. Dem sei aber nach seiner gemachten Erfahrung nicht so. Im Hotel könne man sich frei bewegen – ohne Mund-Nase-Schutz.

Der müsse lediglich im Restaurant am Buffet getragen werden. Zusätzlich sei die Essensausgabe durch Plexisglasscheiben geschützt. Genau wie in Deutschland könne man die Gesichtsbedeckung aber am Platz im Restaurant ablegen.

Hobbie möchte die Menschen zum Urlauben ermutigen

Auch am Strand müsse kein Mund-Nase-Schutz getragen werden. „Dort ist nichts los. Womöglich könnte man derzeit den ruhigsten Urlaub verbringen, den man jemals gemacht hat – und das während der Hauptsaison“, sagt Hobbie. „Als Touristiker könnte ich aber heulen, wenn man auf der Insel die Küste entlangfährt“, so der Touristiker. 95 Prozent der Hotels seien geschlossen sein.

Auch die Einheimischen hätten emotional auf die Reisegruppe reagiert und gebeten, nach der mehrmonatigen Ausgangssperre in Spanien wieder Touristen und damit auch ein Stück Normalität zurück auf die Insel zu locken.

Bei Hobbie im Reisebüro würden derzeit verglichen mit der Zeit vor Corona nur 15 Prozent der Reisen gebucht. Er hoffe, mit seinen Eindrücken den Leuten etwas die Ängste zu nehmen und sie zum Urlauben ermutigen zu können.

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