Ulfener Kriegsdenkmale sollen renoviert werden / 3000 Euro Spenden sind nötig

Denkmale werden aufpoliert

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Die Zeiten haben in den vergangenen knapp 100 Jahren den Ulfener Kriegsdenkmalen stark zugesetzt. Ortsvorsteher Michael Stein will Spenden für die Renovierung sammeln. 

Ulfen. Seit fast 100 Jahren erinnern die Denkmale vor der Ulfener Kirche an die Ortsbewohner, die im ersten und zweiten Weltkrieg ihre Leben ließen. Wind, Regen, Sonnenschein und Frost haben den Steinen in den vielen Jahrzehnten sichtbar zugesetzt, so dass es sich nun Ortsvorsteher Michael Stein zur Aufgabe gemacht hat, die Denkmale zu restaurieren um sie für die Nachwelt zu erhalten.

„Seit dem sie nach den Kriegen hier aufgestellt wurden, wurde daran nichts mehr gemacht“, erklärt der Ortsvorsteher. „Es geht dabei nicht um eine Glorifizierung, sondern lediglich darum, dass auch die jungen Leute nicht vergessen sollen, was damals passiert ist und dass viele ihrer Vorfahren im Krieg ihr Leben ließen“. 84 Männer und eine Frau aus Ulfen fielen im ersten und zweiten Weltkrieg, deren Namen auf den drei Denkmalen vor der Dorfkirche zu lesen sind. Zuerst habe sich Stein an die Stadt Sontra und den Denkmalschutz des Werra-Meißner-Kreises gewandt, die allerdings keine Mittel für eine Förderung zur Verfügung stellen konnten. Beim hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Marburg hatte er allerdings Erfolg: Mit 50 Prozent will sich das Amt an der Renovierung der Ulfener Kriegsdenkmälern beteiligen. Rund 6500 Euro sollen die Arbeiten an den Steinen kosten. Viele Stunden Handarbeit seien für die Restauration nötig, erklärt Stein. „Für die restlichen 3000 Euro wollen wir im Ort sammeln gehen, die Ortsbeiratsmitglieder werden von Tür zu Tür ziehen, Nachfahren wollen wir konkret um Hilfe ansprechen“. Weiter will Stein bei den Jahreshauptversammlungen der Jagdgenossenschaft und des Interessentenwaldes für sein Projekt um Spenden werben. „Wer die Renovierungsarbeiten unterstützen möchte, kann sich auch direkt an mich wenden“, so der Ortsvorsteher. Im kommenden Jahr soll die Renovierung über die Bühne gehen und in Zukunft sollen die Steine auch in die offizielle Liste der Denkmale aufgenommen werden, in denen sie bis jetzt noch nicht zu finden sind.

Von Sonja Berg

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