Nordhessin in Südhessen in Amt und Würden

Marisa Henning aus Wölfterode ist die neue Blütenkönigin von Rosbach

Die Blütenkönigin aus Nordhessen mit ihren südhessischen Blütenkindern: Marisa Henning aus Sontra-Wölfterode und Ella, Anais sowie Madeleine.
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Die Blütenkönigin aus Nordhessen mit ihren südhessischen Blütenkindern: Marisa Henning aus Sontra-Wölfterode und Ella, Anais sowie Madeleine.

Die neue Blütenkönigin des südhessischen Rosbach ist eine echte Nordhessin. Marisa Henning aus Sontra-Wölfterode hat den Titel am Taunus errungen - und trägt ihn mit Stolz.

Rosbach vor der Höhe/Wölfterode – Ein mehrtägiges Fest mit Gala-Abend, Krönungsball, Oldtimer-Korso, Luftballonumzug und Kirschblütenwanderung im Taunushang stehen in Rosbach vor der Höhe (Wetteraukreis) an, wenn die neue Blütenkönigin in ihr Amt eingeführt wird. In diesem Jahr war dann doch irgendwie alles ein bisschen anders, als Marisa Henning zur Blütenkönigin gekrönt wurde. Marisa, die im Sontraer Stadtteil Wölfterode aufgewachsen ist, musste sich coronabedingt selbst krönen und schien sich in ihrer neuen Rolle sichtlich wohlzufühlen.

Sie strahlte bis über beide Ohren, wie auf dem Live-Video auf dem Youtube-Kanal der Stadt zu sehen ist, vor allem als Bürgermeister Steffen Maar bei der Krönungs-Zeremonie anfing zu witzeln: „Auch Karl der Große hat sich selbst gekrönt, von daher sind wir hier in guter Gesellschaft.“

Rund 80 Vertreter aus der Rosbacher Vereinslandschaft waren am Montagabend vor Ort, die Rosbacher Autorin Maja Nielsen trug das Märchen vom Schweinehirten vor, ehe die Veranstaltung mit deutsch-französischen Chansons feierlich umrahmt wurde. „Denke immer an flache Ersatzschuhe und wetterfeste Ersatzkleidung“, lautete ein Tipp, den Marisa bekam. Außerdem sei es nicht verkehrt, die Autogrammkarten nicht zu vergessen.

Aber wie kam Henning auf die Idee, sich als Blütenkönigin zu bewerben? „Eine Freundin von mir hat ein ähnliches Amt in Lampertheim inne“, sagt Henning. „Aufgrund der Corona-Pandemie gab es keine Neuwahl in Lampertheim. Nun können wir zusammen zu den Terminen aufbrechen.“ Trotzdem war sich Henning zu Beginn noch unsicher. Ein Gespräch mit ihrem Großvater Georg Deist an Weihnachten ließ die Zweifel verfliegen und spornte an. Deist (72) hat selbst immer für das Ehrenamt gelebt und unter anderem mit seinem Wirken beim Chorverein 1889 Blankenbach-Wölfterode, der Freiwilligen Feuerwehr und Heimat- und Verkehrsverein das Dorfleben bereichert. „Er ist ein richtiger Vereinsmensch und war gleich von meiner Idee begeistert.“

Noch an Weihnachten ging die Bewerbung raus, ehe Henning zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Nach der Einstellung wurde sie prompt gefragt, warum sie sich als in Frankfurt wohnhafte Nordhessin ohne Bezug zu Rosbach für dieses Amt bewerben würde. Hennings Antwort war stets simpel: „Als ich mich für das Amt bewarb, wohnte ich noch gar nicht in Rosbach, aber dann habe ich die Stadt lieben gelernt und bin hergezogen.“

Henning freut sich nun nicht auf eins, sondern zwei ereignisreiche Jahre. Ihre Amtszeit wurde aufgrund der Corona-Pandemie vorab um ein Jahr verlängert. Mit an ihrer Seite sein werden die Blütenkindern Ella, Anais und Madeleine. Es wird vorerst ruhig sein für Henning, an viele Festlichkeiten ist im Moment nicht zu denken, trotzdem will sie nicht untätig sein. Im Gegenteil. Sie hat schon nach Aufgaben im Stadtgebiet gesucht. Als Schirmherrin für die Jugendarbeit wird sie nun erste Akzente setzen.

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