Ulfen und Germerode haben Zukunft

Auch im Herbst ein Hingucker: Der Sontraer Stadtteil Ulfen setzte sich im Regionalentscheid beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gegen Hundelshausen und Orferode durch. Alle drei waren noch nicht in der Dorferneuerung. Foto: Bettina Stauffenberg

Ulfen. Die Dörfer Meißner-Germerode und Sontra-Ulfen sind die Sieger im Regionalentscheid 2014 des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft" und wurden dafür jetzt ausgezeichnet. Gegenüber 15 weiteren Dörfen haben sich die beiden in verschiedenen Bewertungspunkten durchgesetzt.

Die allgemeine Entwicklung, die Baugestaltung, die Grüngestaltung, bürgerschaftliche und wirtschaftliche Aktivitäten sowie das Dorf in der Landschaft wurden dabei beurteilt.

Germerode siegte in der Kategorie A (mit Dorferneuerung) vor dem Ringgauer Ortsteil Lüderbach und Meinhard-Jestädt. In der Gruppe B - die Dörfer ohne Dorferneuerungsprogramm - wurde Ulfen vor dem Witzenhäuser Stadtteil Hundelshausen und Orferode ausgezeichnet. Die beiden Sieger-Dörfer werden 2015 im hessischen Landesentscheid antreten.

Insgesamt haben 119 hessische Dörfer an acht regionalen Entscheidungen teilgenommen. Die regionalen Sieger können sich über eine Prämie von 3000 Euro freuen. „Wir haben zum ersten Mal mitgemacht und freuen uns deshalb umso mehr über den Sieg und die Bestätigung, dass wir hier in Ulfen einiges richtig machen“, sagte Ulfens Ortsvorsteher Michael Stein nach der Siegerehrung.

Zum ersten Mal wurde ein Sonderpreis zum Thema „Jugend im Dorf“ vergeben. Meißner-Wolfterode, Eschwege-Niddawitzhausen und Ringgau-Renda teilen sich hier den Sieg. „Die Zukunft unserer Dörfer liegt auch bei der Jugend“, sagte Landrat Stefan Reuß. „Es ist für uns wichtig, dass wir unsere Jugendlichen halten oder sie davon überzeugen können, nach Ausbildung oder Studium zurückzukommen“, erklärte Landrat Stefan Reuß vor den Vertretern der Kommission und den Dörfern.

Schwierige Entscheidung

Für die Kommission war die Entscheidung keine einfache: „Die Dörfer haben sich sehr vielfältig dargestellt, was uns wirklich vor eine große Herausforderung gestellt hat“, sagte Reuß für die Jury. Genau so könne man aber nur den ländlichen Raum stärken.

Für das Rahmenprogramm im Ulfener Dorfgemeinschaftshaus sorgte das Jugendorchester der Ulfener Jungs, der Männergesangverein Ulfen sowie Elisabeth Leefers, die einen Vortrag in Ulfener Mundart hielt.

Von Sonja Berg

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