Nur für geladene Gäste

Dorfrocker geben mit ihren Konzerten stillen Helden Normalität zurück

Am Freitag- und Samstagabend sorgten die Dorfrocker im Sontraer Bürgerhaus als Dankeschön für die stillen Helden des Alltags während der Corona-Pandemie für ordentlich Stimmung.
+
Würdigung der stillen Helden: Frontmann Tobias Thomann beherrschte die ruhigen Klänge genauso wie stimmungsvolle Partymusik. Das ländliche Leben war dabei fast immer Thema.

Am Freitag- und Samstagabend sorgten die Dorfrocker im Sontraer Bürgerhaus als Dankeschön für die stillen Helden des Alltags während der Corona-Pandemie für ordentlich Stimmung.

Sontra- Wir haben die vier Gründe, warum die Konzertabende ein voller Erfolg waren:

1. Begeisternde Musiker: „Vogelbeerbaum“, „Oma Hanna“, „Dorfkind“, „Feuerwehren“, „Engelbert Strauss“ und nicht zuletzt auch das während des Lockdowns so beliebte Lied „Stille Helden“ gaben die Dorfrocker zum Besten. Mit dem Steigermarsch verpassten Tobias, Markus und Philipp Thomann dem Konzert außerdem eine ganz besondere Note. Michael Rimbach, Verwaltungsdirektor am Klinikum Werra-Meißner, lobte die Darbietung der Dorfrocker: „Sie können vor 80 Zuschauern so gute Stimmung machen wie vor 1000 Zuschauern.“

2. Dankbares Publikum: Lukas Knoch aus Cornberg (Kreis Hersfeld-Rotenburg) und seine Freundin Katharina Knierim mussten in der vergangenen drei Monaten Überstunden ohne Ende leisten. Während Knierim im Krankenhaus arbeitet, war Knoch als Monteur für Infusionspumpen, welche so dringend an den Intensivbetten für Corona-Patienten gebraucht werden, im Dauereinsatz. Knoch zeigte sich dankbar: „Die Tickets sind eine tolle Anerkennung für unsere Arbeit.“ Rainer Jonas, der während des Lockdowns mit Trompetenklängen in Wichmannshausen begeisterte, freute sich über die Einladung: „Es war eine schöne Veranstaltung mit netten Leuten, die alle Abstand hielten, was aktuell nicht mehr überall der Fall ist.“

Stille Heldinnen: Postbotin Christiane Lück (rechts) verfolgt das Konzert mit Carina Leimbach.

3. Strenge Sicherheitsvorkehrungen: Der Zutritt war an beiden Tagen unter Beachtung der Hygienevorschriften für 80 Personen möglich.

Bürgermeister Eckhardt lobte das Verhalten der Gäste und sprach von einem schönen Konzerterlebnis, das die Gäste so schnell nicht vergessen werden. „Es ist seit Beginn der Corona-Pandemie die allererste Veranstaltung und ein Stück weit wieder Normalität“, betonte der Verwaltungschef und fügte an: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Dorfrockern den anwesenden stillen Helden und damit ganz vielen Menschen eine ganz besondere Freude machen konnten.“

4. Spendable Gäste: Es klingelte gewaltig, als die Zuschauer den Saal verließen. Jeder Gast kramte eine Spende aus seinem Portemonnaie. „Das war für uns doch selbst verständlich“, sagte Norbert George aus Sontra, der als Bundespolizist an der französischen Grenze Kontrollen durchführte, um die Ausbreitung der Corona-Infektionen zu bremsen. Der Spendenerlös der beiden Abende geht komplett an die Evangelische Familienbildungsstätte des Werra-Meißner-Kreises mit dem Fachbereich Omnibus. Eckhardt: „Die Einrichtung ist ein offenes Haus für alle Menschen, unabhängig von ihrer Nationalität, Religion oder gesellschaftlichem Status. Die vielfältigen Angebote unterstützen Familien, Kinder und Senioren in ihrem Lebensalltag. Omnibus fördert das ehrenamtliche Engagement im ganzen Kreis. Ein Ehrenamt, was das Rückgrat unserer Gesellschaft darstellt.“

Hier gibt es weitere Bilder von den Konzerten der Dorfrocker in Sontra

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare