Bürgermeisterwahl in Sontra

Eine ganz besondere Abstimmung: erste im Kreis unter Pandemiebedingungen

Tritt wieder an: Bürgermeister Thomas Eckhardt ist der einzige Kandidat für den Stuhl im Sontraer Rathaus. „Ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung“, sagt der 44-Jährige.
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Tritt wieder an: Bürgermeister Thomas Eckhardt ist der einzige Kandidat für den Stuhl im Sontraer Rathaus. „Ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung“, sagt der 44-Jährige.

6178 Sontraer sind am Sonntag aufgerufen, ihren neuen Bürgermeister zu wählen. Der einzige Kandidat ist der Bürgermeister der vergangenen sechs Jahre, Thomas Eckhardt.

Sontra – Alles beim Alten also? Nein, denn die Hygiene- und Abstandsregeln aufgrund der Pandemie machen diese Wahl zu einer besonderen. Es ist die erste im Werra-Meißner-Kreis, die während der Pandemie umgesetzt wird.

Ursprünglich sollte in Sontra bereits am 17. Mai gewählt werden. Aufgrund des damals geltenden Lockdowns wurde die Abstimmung abgesagt und auf den 1. November verschoben. In 18 Wahllokalen können die Bürger ihre Stimmen abgeben.

Mit Stand von Mittwochnachmittag haben rund 570 Personen ihre Stimmen schon abgegeben –per Briefwahl. Von 8 bis 18 Uhr haben die Wahllokale am Sonntag geöffnet. „Erfahrungsgemäß wird das Ergebnis gegen 19.30 Uhr am Sonntagabend vorliegen“, sagt der Sprecher der Stadt, Alexander Dupont.

Thomas Eckhardt (44) ist in Ulfen aufgewachsen und legte sein Wirtschafts-Fachabitur in Bebra ab. Im Anschluss absolvierte Eckhardt eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Sontra. Zehn Monate Wehrdienst in der Husarenkaserne in Sontra schlossen sich an.

Danach arbeitete er wieder bei der Stadtverwaltung und absolvierte in Kassel ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt für den gehobenen Dienst. Mit dieser Qualifikation arbeitete er fünf Jahre als Büroleiter der Gemeinde Nentershausen und noch drei Jahre lang in Alheim (beides Hersfeld-Rotenburg). 2014 ließ er sich auf Anfrage der SPD als Bürgermeisterkandidat aufstellen und wurde mit 63,3 Prozent der Stimmen gewählt.

Thomas Eckhardt ist verheiratet, wohnt in der Kernstadt von Sontra und hat einen Sohn. „Ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung“, sagt Eckhardt. „Über 50 Prozent wäre für mich eine Bestätigung meiner bisherigen Arbeit und ein großer Ansporn, diese in den nächsten sechs Jahren erfolgreich fortzuführen.“

  • Beim Betreten des Gebäudes, in dem sich das Wahllokal befindet, ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. „Dies ist nach den Vorgaben des Landes Hessen Pflicht“, sagt Dupont.
  • Sollten sich Warteschlangen bilden, müssen die Wähler einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.
  • Bei Betreten des Wahlraumes desinfizieren sich die Wähler ihre Hände mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel.

Die Möblierung des Wahlraumes sei so gewählt, dass der Mindestabstand stets eingehalten werden könne, heißt es vonseiten der Stadt. „Dem Wahlvorstand ist vorbehalten, nur so vielen Wählerinnen und Wählern Zugang zum Wahlraum zu gewähren, wie es der Infektionsschutz zulässt und die Abstände eingehalten werden können“, sagt Dupont.

Es werde „dringend empfohlen“, einen eigenen Schreibstift (am besten Kugelschreiber) zum Ausfüllen des Stimmzettels zur Wahl mitzubringen. (Von Tobias Stück)

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