Eine historische Chance

Projektwerkstatt erarbeitet Ideen für die Stadtentwicklung Sontra

Ein Mann steht vor einer Tafel und zeichnet etwa an. 
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Ideen für gutes Wohnen in Sontra: Eine Gruppe der Projektwerkstatt zur Stadtentwicklung beim Sammeln von Ideen.

Mit Blick auf die Stadtentwicklung wurde im Sontraer Bürgerhaus am Montagabend lebendig diskutiert.

Sontra – Wo liegen die Stärken, wo liegen die Schwächen in der Berg- und Hänselstadt, waren die Hauptfragen, mit denen sich 30 Bürger in der Projektwerkstatt beschäftigten. Sie ist die dritte Stufe der Bürgerbeteiligung im Rahmen des „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (kurz ISEK)“, das voraussichtlich noch in diesem Jahr vorgestellt werden soll. In vier Arbeitsgruppen wurden die Ziele und Projektentwürfe aus dem Ideenspeicher des Planungsbüros analysiert.

1. Gutes Wohnen in der Stadt: Hier stand vor allem eine Frage im Fokus: Wie kann ein bewusster Wandel der Altstadt hin zu einer gemischten, aber überwiegend zum Wohnen geprägten Nutzungen vollzogen werden? Nach einer kurzen Vorstellung erläuterten die Bürger – ob Unternehmer, Grundstückeigentümer oder normaler Bürger – ihre Sichtweisen auf die Wohnsituation. Ein primäres Ziel sei es, die Verwahrlosung von Immobilien zu verhindern. Laut ihrer Ansicht ist ein Leuchtturmprojekt von Nöten, um die Innenstadt interessanter zu machen.

2. Soziale Nutzung und Angebote: Alle Bevölkerungsgruppen sollen in allen Lebenslagen unterstützt werden, so die Vorgabe. Helfen sollen Beratungs- und Hilfsangebot, aber auch Begegnungsorte, die Räume für soziale Interaktion und Kultur zulassen. Neben der Barrierefreiheit ergänzten die Bürger in Hinblick auf das generationsübergreifende Nutzungsangebot der Regenbogenschule, dass die Wegegestaltung zur öffentlichen Nutzung einladen soll. Der Umzug des Edeka-Marktes im April 2021 stellt für Eckhardt eine große Herausforderung dar: „Es wird spannend zu sehen sein, wie wir in diesem Bereich der Stadt die Frequentierung aufrechterhalten können.“

3. Freiraumentwicklung und Stadtplätze: Kirchenvorstand Daniel Kohl, Unternehmer Dirk Schade und Christiane Bocksberger-Volkenant von der ASH betonten in der Diskussion mit dem Vertreter des Kasseler Planungsbüro, dass mehr Menschen in die Innenstadt gelockt werden müssen. Als Anker sind hier Cafés und Restaurants mit Außenflächen notwendig. Laut Schade sei der Marktplatz ein touristischer Anziehungspunkt: „Am Tag lassen sich fünf Menschen mit dem Eisernen Kumpel fotografieren.“ Wichtig für die Bürger sind hierbei „Etappenziele in den Entwicklungsschritten“, aber auch kurzfristige Lösungen.

4. Innenstadt und Stadteingänge: Der Erhalt und die Stärkung des historischen Stadtbilds stehen im Vordergrund. Dabei helfen soll die Sanierung von stadtbildprägenden Gebäuden und ein Anreizprogramm für private Eigentümer. Laut Bürgermeister Eckhardt ist ein Förderprogramm angedacht, das die Eigentümer dabei unterstützen soll, Geschäfts- in Wohnräume umzuwandeln. „Jeder ist weiterhin aufgerufen, Ideen und Ergänzungen an uns heranzutragen, um das Projekt mit Leben zu füllen“, betonte Eckhardt.

(mhz)

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