Freizeit- und Erlebnisbad Sontra: Retter haben freien Eintritt 

Eine Übung mit austretendem Chlorgas hatten die Feuerwehr beim Szenario einer Massenpanik erst kürzlich im Schwimmbad simuliert. Foto: Archiv/ Heinz

Einsatzkräfte von Feuerwehren und anderen örtlichen Hilfsorganisationen haben für einige Besuche freien Eintritt im Freizeit- und Erlebnisbad in Sontra.

Damit will die Stadt die Einsatzbereitschaft und Arbeit der ehrenamtlichen Helfer honorieren. Wer sich bei den Hilfsorganisationen engagiert, bekommt eine Zehnerkarte für das Schwimmbad.

Einen entsprechenden Antrag hatte die Sontraer CDU gestellt. Herbert Cebulla und Thomas Schmidt befürchteten anfangs eine Spaltung der Vereinslandschaft. Stadtbrandinspektor André Bernhardt argumentierte: „Unsere Freizeit ist nicht planbar, die der anderen Ehrenamtlichen dagegen schon.“ Laut Bernhardts Stellungnahme interessieren sich 120 von 275 Mitglieder der Rettungsdienste für das Angebot.

Sontraer Bahnhof soll sicherer werden

„Die Bürger wünschen sich im Bereich des Bahnhofs sichere Ab- und Unterstellmöglichkeiten für ihre Fahrräder“, führte Horst Linhose (SPD) in seinem Antrag aus. Er betonte, dass die Bürger aus den Ortsteilen den Bahnhof selten nutzen. „Die hohe Diebstahlgefahr gerade bei den teuren E-Bikes wird häufig als Totschlagargument angeführt.“ Beate Bach sagte dazu: „Das Rad meines Mannes ist vor 15 Jahren schon in den Bach geworfen worden.“

Die Fraktionsvorsitzende der Bürger für Sontra sieht die Notwendigkeit von sicheren Abstellmöglichkeiten auch am Schwimmbad, während Haukwitz in der Diskussion auf die Prüfung von „Bedarf und Volumen“ hinwies. Marco Locorotondo (fraktionslos) präferiert für eine Abstellmöglichkeit die Bahnhofstraße und nicht den Bahnhof selbst: „Damit wäre der Busverkehr auch eingebunden.“ Laut Locorotondo würden alternativ auch Mietfahrräder Sinn ergeben. Der Magistrat wurde beauftragt sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die Projektideen liegen dank der Untersuchungsergebnisse durch die Universität Kassel in der Schublade. Und somit war es für alle Parlamentarier klar, sich erneut für das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ zu bewerben, um das Stadtentwicklungskonzept „Sontra 2030“ umzusetzen.

Keine Chance auf eine Förderung

Vor einem Jahr hatte die Stadt keine Chance auf Förderung, weil das Konzept noch in den Kinderschuhen steckte. Ziel laut Bürgermeister Thomas Eckhardt: „Zentrale Versorgungsbereiche im Innenstadtbereich, die von gewerblichen Leerstand bedroht oder betroffen sind, als Standorte der Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben zu erhalten und zu entwickeln.“

Von Marvin Heinz

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