Hoffnung am Kreisel

Gefährlicher Übergang für Fußgänger und Radfahrer an B 27/7 soll entschärft werden

So könnte es gehen: Udo Hildebrandt zeigt, wie Fußgänger und Radfahrer von Wichmannshausen kommend direkt rechts am viel befahrenen Kreisel vorbei in Richtung Datterode geleitet werden könnten – die alternative Wegeführung wird derzeit geprüft. Foto: Spanel

Datterode/Wichmannshausen. Hoffnungsschimmer für Radfahrer und Fußgänger, die derzeit gezwungen sind, die für sie höchst gefährliche Verkehrssituation am Kreisel zwischen Wichmannshausen und Datterode zu bewältigen: Nach einem Vor-Ort-Termin mit Anwohnern und politischen Entscheidungsträgern wird eine alternative Wegeführung zumindest in Aussicht gestellt.

Die Problematik

Im Zuge des Autobahn-44-Baus ist im Kreuzungsbereich der Bundesstraßen 27 und 7 ein Kreisel entstanden – mit erheblichen Nachteilen für Fußgänger und Radfahrer. Denn wer sich nun beispielsweise auf den Weg von Wichmannshausen nach Datterode macht, muss allein vier Fahrbahnen pro stark frequentierter Strecke überqueren. Leitplanken zum Schutz vor den vorbeidonnernden Fahrzeugen fehlen völlig (wir berichteten).

Der Vor-Ort-Termin

„Die Kreiselplaner haben offensichtlich die Fußgänger, Wanderer und Radfahrer völlig vergessen“, bemängelt Udo Hildebrandt aus Wichmannshausen. Auf seine Initiative hin wurde jüngst ein Vor-Ort-Termin erwirkt: Unter anderem besahen sich Klaus Fissmann, Bürgermeister der Gemeinde Ringgau, sein Amtskollege Thomas Eckhardt aus Sontra, Herbert Cebulla, Ortsvorsteher Wichmannshausens, der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann sowie ein Vertreter der für den Autobahnbau zuständigen Gesellschaft Deges die Verkehrssituation am Kreisel.

Die Lösung

„Verabredet wurde, dass vonseiten der Deges eine Prüfung einer alternativen Wegeführung angestellt wird“, sagt Udo Hildebrandt. Die gemeinsam entwickelte Ideallösung bis hin zur Fertigstellung der Autobahn stellt sich wie folgt dar: Eine Führung der Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Wichmannshausen kommend direkt rechts am Kreisel vorbei in Richtung des Anschlusses der B 7 nach Datterode. „Hiermit würde lediglich eine Querung der B 7 notwendig, und die ,alte’ Variante vor dem Bau wäre wieder hergestellt“, sagt Udo Hildebrandt.

Das Ergebnis

Faktisch verbessert hat sich die Situation am Kreisel nach dem Vor-Ort-Termin nicht. Von heute auf morgen umsetzen lasse sich ein solches Vorhaben nicht, hat Udo Hildebrandt auf Nachfrage von den zuständigen Fachbehörden erfahren. Denn auch bei einem Wegeprovisorium dürften formelle Bedingungen wie eine korrekte Beschilderung nicht außer Acht gelassen werden.

Das sagt das Hessische Ministerium für Verkehr 

„Der Bau des Kreisverkehrsplatzes B 27/7 erfolgte im Vorgriff zum verkehrlichen Anschluss der im Bau befindlichen Autobahn 44“, antwortet Michael Friemel vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung in Wiesbaden auf das Anschreiben des Wichmannshäusers Udo Hildebrandt. „Die Planung orientiert sich sinnvollerweise an den zukünftigen Verkehrsbelastungen.“ Es sei aus Sicht der Planer im Hinblick auf den zukünftigen Anschluss der A 44 richtig gewesen, die Radwegeführung über die anhand von Verkehrsprognosen entwickelten Knotenpunktzufahrten zu planen. „Jedoch verursacht die bislang fehlende Anbindung ein verändertes Verkehrsaufkommen. Um die Verbesserung der Querungsmöglichkeit zu schaffen, wird die Deges, die mit dem Bau der A 44 beauftragt ist, eine alternative Führung des Radverkehrs im Bereich des Knotenpunkts prüfen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare