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Hildegard und Herbert Witzel haben gemeinsam 30 Nadeln erwandert

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Von: Harald Triller

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Besonderer Tag: Hildegard und Herbert Witzel feieren ihre eiserne Hochzeit im Kreis der Familie mit Sohn und Schwiegertochter, den beiden Enkeln und den drei Urenkeln.
Besonderer Tag: Hildegard und Herbert Witzel feieren ihre eiserne Hochzeit im Kreis der Familie mit Sohn und Schwiegertochter, den beiden Enkeln und den drei Urenkeln. © Rolf Schäfer/NH

Eiserne Hochzeit: Hildegard und Herbert Witzel ergänzen sich seit 65 Jahren. Das ist ein Grund zum Feiern.

Sontra – Den gebürtigen Bebraer Herbert Witzel hat es der Liebe wegen nach Sontra verschlagen. Er lernte sein Ehefrau Hildegard, geb. Breuer, im Jahre 1954 bei der Kirmes in Bebra kennen, verliebte sich schnell in sie und führte sie am 31. August 1957 vor den Traualtar. Mit großer Freude konnte das Paar, das sich in 65 Ehejahren perfekt ergänzte, in diesen Tagen das seltene Fest der Eisernen Hochzeit im Kreis der Familie mit Sohn und Schwiegertochter, den beiden Enkeln und den drei Urenkeln sowie mit guten Freunden und Vereinsmitgliedern feiern.

Herbert Witzel wurde im März 1935 geboren und kann auf eine Vielzahl an ehrenamtlichen Aktivitäten blicken. „Ja, ich habe einige ehrenamtliche Baustellen abgearbeitet, aber die Erinnerung an das Wunder von Bern überwiegt. Ich war dabei, als die Jungs von Sepp Herberger 1954 den WM-Titel gewonnen haben, einfach nur großartig“, schwärmt Herbert Witzel beim WR-Gespräch.

Und wenige Monate später ist er dann in Sontra bei seiner Hildegard aufgeschlagen Als Mitglied der SG Sontra wurde er in der Fußballabteilung erst bei den Alten Herren aktiv, vorher zog es ihn mehr zur Karnevalssparte: „Ich stand 20 Jahre regelmäßig in der Bütt und habe mich mit der Gründung den Hänselsängern angeschlossen, die 1991 das närrische Treiben in Sontra von der SGS übernahmen“, kann Herbert Witzel auch voller Stolz seinen Tatendrang über mehr als ein halbes Jahrhundert im Sportschützenverein beleuchten.

Er gehörte in den Wettkampfteams zu den tragenden Säulen, stand bei der Organisation von zahlreichen Schützenfesten im Mittelpunkt; speziell beim Zusammenstellen der Umzüge. Seine sportlichen Qualitäten sind unbestritten, wie der Sieg beim letzten Wettkampf um den traditionellen Andreas-Pokal 2019 beweist, den er mit 84 Jahren noch einmal abgeräumt hat, bevor sich der Verein coronabedingt in den langen „Winterschlaf“ begeben hat.

Welche tiefgreifende Anerkennung Herbert Witzel in Schützenkreisen genießt, das stellen seine Urkunden, Medaillen und Ehrennadeln unter Beweis. Besonders nahe ist ihm eine Auszeichnung gegangen, die ihn bereits im Jahr 2003 erreichte: „Mir wurde seinerzeit die goldene Ehrennadel vom Präsidenten des Deutschen Schützenbundes verliehen. Diese Belobigung stufe ich unter einzigartig ein.“ Passive Mitgliedschaften bei der Feuerwehr und beim DRK-Ortsverein sind für ihn selbstverständlich. Die Ehrenurkunde für 60 Jahre unfallfreies Fahren von der Kreisverkehrswacht und die Urkunde von Elmau am Wilden Kaiser, für 30 mit Ehefrau Hildegard erwanderte goldene Nadeln, finden ebenfalls einen Ehrenplatz im Hause Witzel.

Hildegard Witzel erblickte im Juli 1937 das Licht der Welt in Übach-Palenberg in Nordrhein-Westfalen, kam aber schon früh nach Sontra, wo sie nach der Schule den Beruf der Schneiderin erlernte, um dann als kaufmännische Angestellte in die Verwaltung umzusatteln. Nach der Arbeitspause wegen der Geburt des Sohnes war sie noch 20 Jahre als Verkäuferin tätig. Als Mitglied beim TV Sontra engagierte sie sich in der Gymnastik- und Volleyballsparte und später besuchte sie gerne die kreisweiten Kaffeenachmittage der Mittwochsfrauen. Von Harald Triller

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