Gefahr entgegenwirken

Vier Kommunen stemmen sich gegen Verschlechterung der Gesundheitslage

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Wollen die gemeinsame Gesundheitsvorsorge fortsetzen: (von links) Thomas Eckhardt (Sontra), Lars Böckmann (Herleshausen), Alfred Knoch (Cornberg) und Ralf Hilmes (Nentershausen).

Die Kommunen Sontra, Herleshausen, Cornberg und Nentershausen haben 100.000 Euro an Fördermitteln beim Hessischen Innenministerium beantragt, um der Gefahr der drohenden Verschlechterung der Gesundheitsversorgung weiter entgegenzuwirken.

Insgesamt werden die vier Kommunen in den kommenden fünf Jahren fast 400. 000 Euro in ihre gesundheitliche Versorgung investieren. 291 700 Euro übernehmen die Kommunen selbst. Dafür wurde jetzt eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung getroffen.

Bereits seit 2017 arbeiten die vier Kommunen über die Kreisgrenzen hinaus zusammen, um die gesundheitliche Versorgung in der Region zu sichern. Die Kommunalparlamente hatten sich dafür ausgesprochen, diese Zusammenarbeit fortzusetzen. Erste Erfolge hatte die Zusammenarbeit schon gebracht.

Erste Erfolge

Es wurde ein Gesundheitsforum und ein Versorgungsverbund (IGVB Fachwerk Gesundheit) der lokalen Behandler wie Ärzte, Zahnärzte, Therapeuten, Apotheken und Pflegeeinrichtungen gegründet. Ziel: die wohnortnahe Gesundheitsversorgung für die Region zu sichern. Erste Erfolge des Netzwerkes sind zum Beispiel die Nachbesetzung der Zahnarztpraxis in Herleshausen in 2018 sowie die ersten interkommunalen Gesundheitstage 2019.

Meilenstein

Ein wichtiger Meilenstein war der Umbau des ehemaligen Möbelhauses in Sontra und die Eröffnung des interkommunalen Gesundheitsversorgungszentrums (IGVZ) im Herbst letzten Jahres, berichtet Thomas Eckhardt. Das Gebäude bietet auf 1440 Quadratmetern Haus- und Fachärzten, Physiotherapeuten, ambulantem Pflegedienst, sozialen Anbietern und Apotheken attraktive und moderne Rahmenbedingungen. „Insgesamt wollen wir gemeinsam attraktive Strukturen schaffen, die es Ärzten und anderen Gesundheitsanbietern ermöglicht, sowohl selbstständig als auch in Anstellung in der Region tätig zu werden“, erläutert Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt.

Nächste Schritte

Die Kommunen haben ASD Concepts, ein Institut für neue, patientenzentrierte Versorgungsformen aus Reinheim, mit der professionellen Unterstützung beauftragt. Ganz konkret wird das Hausarztzentrum, das im Frühjahr einziehen möchte und für den geplanten Standort im IGVZ weitere Ärzte für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin sucht. „Fachärztlich könnten sich Urologen, Neurologen, Hautärzte und Kinderärzte niederlassen, da es dafür offene Sitze gibt“, erklärt Eckhardt.

Kontakt

 Wer Interesse an einer Anstellung oder Niederlassung in der Region hat oder sich allgemein über das Gesamtprojekt informieren möchte, kann dies bei der Geschäftsstelle des Versorgungsverbundes tun unter: geschaeftsstelle@fwgesundheit.de oder unter 0171/1 99  21 33.

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