Gesundheitszentrum in Sontra ist am 1. Juni bezugsfertig

So soll es mal aussehen: das Gesundheitszentrum in Sontra.

Sontra. Das Gesundheitszentrum im ehemaligen Möbelhaus Hesse in Sontra soll am 1. Juni seine Türen für die Bürger öffnen. Das gab Bürgermeister Thomas Eckhardt auf Anfrage bekannt. Die Abriss- und Umbauarbeiten der investierenden Firma Barwich Bau aus Rotenburg laufen auf Hochtouren.

Ursprünglich sollten die Räumlichkeiten schon ab 1. April beziehbar sein, das hat sich etwas verschoben. „Auch der 1. Juni ist noch sehr sportlich“, gesteht Eckhardt. Das Areal stand zuletzt 15 Jahre lang leer und war durch regelmäßigen Vandalismus zum Schandfleck verkommen. Damit ist nun Schluss. Der Vorteil: „Die Bausubstanz ist gut. In dem Möbelhaus an sich muss nur der Innenumbau gemacht werden“, erklärt der Verwaltungschef.

Auch sei man mit Physiotherapeuten und einem ambulanten Pflegedienst in guten Gesprächen, um diese als erste Mieter zu gewinnen. Denn in dem interkommunalen Gesundheits- und Versorgungszentrum, das auch die umliegenden Gemeinden Herleshausen, Nentershausen und Cornberg mit bedienen soll, finden plangemäß nicht nur Mediziner, sondern eben auch solche Gesundheits-Dienstleister Platz.

Zusagen von Ärzten gibt es laut Eckhardt noch keine. „Mit unserem Exposé gehen wir jetzt aber in die Werbe-Offensive, suchen Mediziner an Kliniken, Universitäten und anderswo“, sagt der Bürgermeister. Denn erst mal sollte das Konzept bis ins kleinste Details ausgearbeitet werden – das ist nun geschehen. Dazu will Eckhardt auch beim Neujahrsempfang der Stadt Sontra am nächsten Dienstag (18.30 Uhr, Bürgerhaus) einige Worte verlieren.

Auch barrierefreier Wohnraum geplant

Es geht noch darum, dass um das damalige Möbelhaus herum auf dem Grundstück noch barrierefreier Wohnraum entsteht. Das ausrangierte Fitnessstudio wurde schon teilweise abgerissen, ein anderer Gebäudeteil ebenso. Fraglich ist nach Eckhardts Angaben noch, ob die Firma Barwich Bau eine Genehmigung dafür bekommt, ebenso die ehemalige Zigarrenfabrik dem Erdboden gleichzumachen. Denn die steht unter Denkmalschutz. Ein entsprechender Termin mit der Denkmalpflege sei für Ende Januar anberaumt.

Klappt das, dann sollen drei Blocks barrierefreier Wohnraum entstehen. Genauso barrierefrei wie das Gesundheitszentrum selbst, in dem ein Personenaufzug eingebaut wird. Geplant sind dort im Untergeschoss Sanitätshaus, Apotheke und Café, im ersten Stock drei Praxen sowie unter dem Dach Räume für Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Das genaue Investitionsvolumen stehe mit Blick auf den Diskussionspunkt Zigarrenfabrik laut Eckhardt noch nicht fest, doch es handle sich um ein Millionenprojekt.

„Ein notwendiger Schritt, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Immer mehr Praxen schließen und finden keine Nachfolger. Im Gesundheitszentrum können sich Ärzte gegenseitig entlasten, was für viele junge Mediziner heute wichtig ist.“

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