Tour zum Bergbau

Glück-Auf-Radweg: Auf 36 Kilometern mit dem Rad durch die Natur

Kreisübergreifendes Projekt: Seit 2017 arbeiten die Kreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg an dem neuen Glück-Auf-Radweg des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land. Unterstützung gab es auch von vielen Ehrenamtlichen.
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Kreisübergreifendes Projekt: Seit 2017 arbeiten die Kreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg an dem neuen Glück-Auf-Radweg des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land. Unterstützung gab es auch von vielen Ehrenamtlichen.

Der Glück-Auf-Radweg ist ein neuer Radrundweg, der über 36 Kilometer geht und am Wochenende eröffnet wurde. Er ist Teil des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land.

Sontra – Der Glück-Auf-Radweg macht auf einer Strecke von 36 Kilometern den Bergbau in der Region sichtbar und verbindet die Gemeinden Sontra, Cornberg und Nentershausen.

Am Wochenende wurde der neue Radrundweg, der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen und dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land entwickelt wurde, offiziell auf dem Sontraer Marktplatz eröffnet. „Wir haben eine gemeinsame Bergbau-Geschichte und wollen an diese erinnern, Touristen wie Einheimische können hier viel über unsere Vergangenheit erfahren“, so Bürgermeister Thomas Eckhardt.

Der Glück-Auf-Radweg ist ein Rundweg und führt vom Sontraer Marktplatz über Berneburg, Cornberg, Dens und Solz nach Nentershausen und Weißenhasel zurück nach Sontra. Auf der Strecke kann man die Bergbaumuseen in Sontra und Nentershausen erleben und das Sandsteinmuseum am Kloster Cornberg sowie den Sandsteinbruch. Auf 32 Tafeln wird an die Geschichte am Rand des Weges erinnert.

Hänselmeister Daniel Kohl ist startklar: Der Rundweg beginnt am Marktplatz Sontra beim Eisernen Kumpel.

Das kreisübergreifende Projekt war den Bürgermeistern der Gemeinden Sontra, Cornberg und Nentershausen wichtig. Nicht nur weil der Radtourismus immer weiter zunehme, so Eckhardt, sondern auch weil die Gegend bei Touristen nicht als Kreis, sondern als Region wahrgenommen werde. Ein weiterer schöner Nebeneffekt: „Wir können unsere Geschichte für nachfolgende Generationen erhalten und sichtbar machen“, sagt Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth.

Die Zusammenarbeit der Kreise, Gemeinden und Vereine sei schon jetzt ein Erfolg. „Interkommunale Zusammenarbeit darf nicht an der Kreisgrenze enden“, betont Ralf Hilmes, Bürgermeister von Nentershausen.

Auch bei der Förderung wurde kreisübergreifend gearbeitet: Der Verein für Regionalentwicklung im Werra-Meißner-Kreis und das Regionalforum Hersfeld-Rotenburg kümmerten sich gemeinsam um die 75-prozentige Förderung aus Leadermitteln der EU. Insgesamt hat die Realisierung des Glück-Auf-Radwegs 33 600 Euro gekostet.

Damit wurde das Projekt entwickelt, Hinweistafeln und Flyer realisiert und zukünftig der Weg vermarktet. „Wir wollen eine Radreiseregion aufbauen und dafür neue Themenwege gestalten, mit dem neuen Update der Geo-Naturpark-App wird der neue Radweg auch mit aufgenommen“, erklärt Diethard Lindner vom Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

Speziell das Wissen der vielen Ehrenamtlichen rund um den regionalen Bergbau habe bei der Entwicklung enorm geholfen. Besonders wurde Heinz Probst vom Heimat- und Bergbaumuseum Nentershausen hervorgehoben: „Er hat das Projekt mit seinem Wissen sehr unterstützt und viele Stunden investiert, Texte für die Infotafeln zu schreiben“, sagt unter anderem Sigrid Wetterau vom Regionalforum Hersfeld-Rotenburg.

Der 36 Kilometer lange Themenradweg richtet sich an E-Bike-Fahrer und nicht-motorisierte Fahrradfahrer. „Man muss aber einige Höhenmeter hinter sich lassen“, sagt Eckhardt. Der Weg führt über Radwege und über Wirtschaftswege ohne Autoverkehr. Kurze Abschnitte liegen auf wenig befahrenen Landstraßen.

„Es gibt noch einige Schotterwege, die wollen wir in Zukunft noch asphaltieren“, fügt Ralf Hilmes an. Für die Zukunft könne man sich auch noch größere Events rund um den Radweg vorstellen. „Um den Radweg auch im großen Rahmen zu eröffnen“, sagt Eckhardt. (Von Sonja Berg)

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