Die Günter-und-Ursula-Meißner-Stiftung unterstützt die Deutschkurse für Flüchtlinge in Sontra

Interaktiv die neue Sprache lernen

Zeigen, wie es funktioniert: Gebremicael Teklu aus Eritrea und Abdisabur Wardi aus Äthiopien (vorn) zeigen (von links) Peter Höbbel und Ursula Meißner sowie ihren Lehrern Edgar Ingrisch und Werner Schwatlo die Lernprogramme auf den neuen Laptops. Foto: Berg

Sontra. In drei Räumen der Sontraer Barbaraschule, in der aktuell Flüchtlinge untergebracht sind, wird seit dem vergangenen Herbst Deutschunterricht angeboten. Jetzt konnten für die „Integrative Sprach- und Bildungswerkstatt“ Laptops, neue Bücher, digitale Lernprogramme, ein Fotokopierer und CD-Player angeschafft werden, damit das Lernen noch einfacher geht.

Großzügig unterstützt wurde das Projekt unter anderem von der Günter-und-Ursula-Meißner-Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Werra-Meißner. Ursula Meißner und Vorstandsmitglied Peter Höbbel waren am Dienstag zu Gast bei den Flüchtlingen um zu sehen, was mit ihrem Geld angeschafft wurde. „Was hier geleistet wird ist echt unglaublich. Dieser Besuch hat mir sehr viel gebracht“, sagte Meißner begeistert. Die Flüchtlinge stellten sich den Gästen persönlich vor, konnten so auch ihre neugewonnenen Deutschkenntnisse präsentieren und bedankten sich bei der Spenderin mit Blumen und einer Karte. „Das Besondere ist, dass wir so nicht nur herkömmlichen Unterricht machen können, sondern dass die Schüler auch nachmittags mit der Software und den Laptops alleine weiterlernen können“, sagte Ingrisch, der zusammen mit Werner Schwatlo den Unterricht leitet. „Nachmittags wird der Raum von Ehrenamtlichen betreut. So können die Flüchtlinge mit Leuten aus Sontra ins Gespräch kommen und ihre Sprachkenntnisse anwenden oder sich helfen lassen“, erklärte Schwatlo. Insgesamt werden 50 bis 60 Leute in drei verschiedenen Kursen an der Barbaraschule unterrichtet. Fünfmal die Woche treffen sich die größtenteils jungen Leute aus Afghanistan, Eritrea, Algerien oder Syrien zum Unterricht mit den beiden pensionierten Pädagogen. „Die meisten sind wirklich sehr motiviert und engagiert. Es macht Spaß, die Fortschritte zu beobachten“, so Edgar Ingrisch.

„Was hier geleistet wird ist echt unglaublich.“

Ursula Meißner

Das Projekt wurde neben der Günter-und-Ursula-Meißner-Stiftung auch durch ein Programm des Bundesfamilienministeriums mit dem Titel „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ unterstützt, die den Aufbau regionaler Partnerschaften für Demokratie fördern. Landrat Stefan Reuß hat im Werra-Meißner-Kreis dafür die Schirmherrschaft übernommen, die fachliche Koordination liegt bei der Jugendbildungsstätte Burg Ludwigstein.

Von Sonja Berg

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