Fünf Themen des Fernsehbeitrages über den Sontraer Stadtteil

Handy-Empfang nur auf dem Gully: Diemerode bis Samstag Dolles Dorf

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Bestellt eine Salami-Pizza nach Diemerode: Daniel ist zum Gullydeckel gelaufen, weil es dort den besten Handy-Empfang zum Telefonieren gibt. 

Diemerode. Handy-Empfang gibt es nur auf dem Gullydeckel – dafür bereichern engagierte Landfrauen, ein Eintracht-Frankfurt-Haus und die schnieke Orgel den Ort. All das waren die Themen eines Fernseh-Beitrags des Hessischen Rundfunks (HR) über den Sontraer Stadtteil Diemerode, der noch bis heute „Dolles Dorf der Woche“ ist.

Wir greifen fünf Themen des Beitrages  auf:

1. Der Empfang: Diemeröder Gully-Hopping, das kennt die Bevölkerung. Denn stabilen Handy-Empfang hat man nur auf einem Gullydeckel im Ort. In der Sendung wurde scherzhaft dargestellt, dass Teile der 200 Bewohner sogar Schlange stehen und sich drum reißen, als Nächster zum Telefonieren draufzugehen. „Das war natürlich ein Scherz. Es gibt punktuell auch anderswo Empfang. Aber am besten ist er dort. Das hat einst ein Bauarbeiter herausgefunden, der sein Mobiltelefon immer auf diesem Gully benutzt hat“, klärt Ortsvorsteher Lothar Oschmann auf. Alexandra Sbrzesny gab nichtsdestotrotz im Film zu verstehen, dass es wahrhaftig nicht leicht ist, in Diemerode zu telefonieren. Teilweise müsse man bis nach Sontra fahren.

2. Das Reiter-Pärchen: Isabelle Kehl und ihr Verlobter Steffen Montag haben Omas landwirtschaftliche Gebäude übernommen, um sie zum Reiterhof auszubauen. Das ist als Basis nötig, denn Isabelle hat sich dem Reitsport verschrieben. Fünf Endplatzierungen erreichte sie in der abgelaufenen Turniersaison. Ist ein finanzielles Risiko. „Muss man aber mal eingehen“, sagt Steffen, der ebenfalls internationale Turniere reitet.

3. Das Eintracht-Haus: Der Fan-Gesang „Eintracht vom Main“ erschallt, wenn man bei Familie Stunz klingelt. Haus und Auto sind auch ganz im Stil der Frankfurter Fußballer bemalt/beklebt. So freuen sich die Eltern Jan und Melanie auch darüber, dass das erste Wort von Sohn Luca „Frankfurt“ lautete. Das war vorherbestimmt. „Ich habe im Krankenhaus noch mein Eintracht-Trikot aus dem Schrank verlangt und dann ging es in den Kreißsaal“, so die Mutter.

4. Die Orgel: Im Gegensatz zum auch nicht ganz so schnellen Internet ist die berühmte Schmerbach-Orgel aus dem Baujahr 1784 in der Dorfkirche ein mechanisches Meisterwerk, ein ganz besonderer Schatz. „Im Umfeld gibt es wenige Orgeln aus der Zeit. Insofern eine Rarität“, sagt Sachverständiger Andreas Batram.

5. Die Landfrauen: Neben der idyllschen Lage und Natur ist das Ehrenamt ein großes Thema in Diemerode. Besonders engagiert: die Landfrauen. Sie bereiteten im Beitrag Suppe für die Gruppe vom Sontraer Wanderevent „Von 8 bis 8“ zu.

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