Heute ist der Tag des Geotops: Veranstaltung in Ulfen und Cornberg

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Auf den Spuren der Saurier: Im Sandsteinbruch bei Cornberg kann unter anderem die vor 20 Jahren freigelegte Saurierfährtenplatte besichtigt werden.  

Ulfen/Cornberg. Blick zurück in die Erdzeitgeschichte: Heute ist der bundesweite Tag des Geotops, zwei Veranstaltungen in der Region gibt es dazu: 

 Am dritten Sonntag im September ist der Tag des Geotops. Deutschlandweit finden Wanderungen und Führungen zu relevanten Steinbrüchen, historischen Bergwerken, Felsen oder Mineraliensammlungen statt. Ausgerichtet wird der Aktionstag von der Deutschen geologischen Gesellschaft. Auch in unserer Region werden anlässlich des Aktionstags informative Rundgänge angeboten:

Die Ulfener Karst erleben

Führung zur Ulfener Karst: Auch die Wichtellöcher werden besichtigt.  

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land bietet zum Tag des Geotops am Sonntag, 17. September, einen Rundgang mit Naturparkführer Diethard Lindner über den Premiumwanderweg 20 Ulfener Karst an. Warum verschwindet ein Bach einfach und kommt nur manchmal wieder an die Oberfläche? Was hat das Ringgauplateau mit der stärksten Quelle Hessens zu tun? Was sind Höhlenflohkrebse? Das sind nur einige der Fragen, denen Lindner mit den Teilnehmern auf den Grund gehen möchte.

Am Tag des Geotops könne man begreifen, wie die Erde und ihre Rohstoffe entstanden sind und auf welchen Fundamenten sich die Landschaft gebildet hat, heißt es in einer Pressemitteilung des Naturparks.

• Die etwa dreistündige Führung startet um 10 Uhr, die Teilnehmergebühr beträgt vier Euro. Anmeldung unter Tel. 0 56 51/99 23 30 oder per E-Mail an: info@naturparkfrauholle.land.

Sandsteinbruch bei Cornberg

Zum bundesweiten Tag des Geotops öffnet der vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden als „das hessische Geotop 2016“ ausgezeichnete Sandsteinbruch Cornberg am Sonntag, 17. September, seine Pforten und die Gemeinde Cornberg mit dem Heimat- und Verkehrsverein Cornberg laden neben weiteren Aktionen um 11 und 14 Uhr zu Einführungsvorträgen und anschließenden Rundführungen ein.

Im Sandsteinbruch sind Schichtungen aus dem Zeitalter des Perm zum Ende des Erdaltertums vor über 250 Millionen Jahren aufgeschlossen. Das dazwischenliegende schwarze Kupferschieferband wurde extra für dieses Wochenende von Mitgliedern des Heimat- und Verkehrsvereins an verschiedenen Stellen zusätzlich in Handarbeit freigelegt und ist somit im Steinbruch gut verfolgbar, um auch die Mächtigkeit des darunter sedimentierten Cornberger Sandsteins über dem Rotliegend-Konglomerat begreifbar darzustellen.

Ergänzt durch eigens angelegte Schürfen mit den Schichtenfolgen blicken Interessierte während des Rundgangs immer wieder in „Schaufenster der Geologie“, die Aufschluss über die Entstehung der Welt und des Lebens geben können. Darüber hinaus können die Besucher die nach der Entdeckung 1997 international bekannte „größte Fährtenplatte Europas permzeitlicher Saurier“ besichtigen.

Das Sandsteinmuseum im benachbarten ehemaligen Benediktinerinnen-Kloster Cornberg ergänzt durch zahlreiche paläontologische Exponate in hervorragender Weise das Bild des Lebens im Bereich des heutigen Cornbergs am Ende des Erdaltertums.

• Das Sandsteinmuseum ist von April bis Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Außerhalb der Veranstaltungs- und Öffnungstage werden Führungen im Sandsteinmuseum, Kloster, Sandsteinbruch und Mineralienschaudepot für Gruppen ab acht Personen nach Terminvereinbarung angeboten.

Kontakt: Vorsitzende Renate Simon, Tel. 0 56 50/286 oder Gemeindeverwaltung Cornberg, Tel. 0 56 50/9 69 70.

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