Hobbyhistoriker aus Breitau erkundet seit vielen Jahren die Region

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Hobby trägt Früchte: Heimatforscher Karl-Heinz Kessler hat bereits an mehreren Projekten mitgewirkt. Einige seiner Texte sind in den Buchbänden „Rund um den Alheimer“ zu finden. Zudem hat er vor einigen Jahren einen Kalender mit historischen Bildern von Sontra und Umgebung herausgebracht. 

Breitau. Der Blick in den Keller von Karl-Heinz Kessler lässt grob erahnen, welcher Leidenschaft er seit vielen Jahren nachgeht.

Dort befinden sich Fundstücke, die der Breitauer einst von seinen Entdeckungstouren mit nach Hause brachte – und seitdem dort aufbewahrt.

Ein großer Ordner voller abgehefteter Zeitungsseiten beweist: Der Hobbyhistoriker hat in seinem Leben schon viel geforscht, gesehen und gefunden. Es ist „die Geschichte hinter der Geschichte“, so Karl-Heinz Kessler, „die mich jedes Mal aufs Neue antreibt. Wenn ich irgendwas interessant finde, versuche ich, möglichst alles darüber herauszufinden.“

Am liebsten zog der Breitauer alleine durch die Region, manchmal aber auch in kleiner Gruppe. „Oft dauerte es Stunden, bis er wiederkam“, erinnert sich seine Frau Christa an diese Zeit zurück. „Meistens brachte er auch immer etwas von der Tour mit, seien es alte Werkzeuge oder Fossilien.“

Die gesammelten Erkenntnisse behält er nicht für sich, sondern will sie mit anderen Menschen teilen. Beiträge von ihm sind unter anderem in den zahlreichen Buchbänden mit dem Titel „Rund um den Alheimer“, der Breitauer Chronik und in den regionalen Zeitungen veröffentlicht worden. Ebenfalls verbreitete er sein Wissen bei Vorträgen, Führungen und weiteren Veranstaltungen an Interessierte.

„Ich erinnere mich noch gut an eine Ausstellung vor einiger Zeit, bei der ich Meisterbriefe verschiedener Jahrzehnte präsentieren durfte. Darunter befanden sich sogar seltene Stücke, wie beispielsweise ein handgemalter Brief“, berichtet Kessler.

Ein paar Werke konnte der Heimatforscher behalten, die seitdem zusammen mit anderen Antiquitäten zu seinem Eigentum gehören. „Die Sachen abzugeben, würde mir schwerfallen“, gesteht der Breitauer.

Aus gesundheitlichen Gründen kann der 74-Jährige selbst nicht mehr durch Felder, Wälder und Wiesen streifen. Dennoch lässt es sich Karl-Heinz Kessler nicht nehmen, weiterhin das zu machen, was ihm seit Jahren riesige Freude bereitet: Den Dingen um ihn herum auf den Grund zu gehen.

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