Zweckverband soll Gewerbepark Husarenkaserne jetzt erschließen und vermarkten

InkomZ ist jetzt am Zug

Sontra. Die Stadtverordnetenversammlung von Sontra hat dem Erschließungs- und Vermarktungsvertrag zwischen Sontra und dem Interkommunalen Zweckverband (InkomZ) Herleshausen, Nentershausen, Sontra zugestimmt.

Der Vertrag soll die Erschließung und Vermarktung des Gewerbegebiets Husarenkaserne regeln. Demnach überträgt die Stadt Sontra beide Aufgaben der InkomZ und bekommt die verkauften Gewerbegrundstück in ihre Baulast zurück. Mit dem ersten Bauauftrag soll so schnell wie möglich begonnen werden.

Der Vertrag sieht vor, dass die InkomZ sich um die Erschließung von Wasser, Abwasser, Gas, Strom und Telekommunikation kümmern wird. Sie beauftragen die Firmen und stellen zunächst die Finanzierung sicher. 1,8 Millionen sind für die Erschließung veranschlagt. Etwa die Hälfte der Summe (922 500 Euro) wird durch Fördermittel getragen. Diese müssen bis Ende des Jahres abgerufen werden.

Die InkomZ soll die Gewerbeflächen so verkaufen, dass die Stadt Sontra mindestens die Kosten für den Kauf wiederbekommt. „Unser Ziel ist es, aus der Vermarktung des Gewerbeparks mit einer schwarzen Null herauszukommen“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer. Deswegen wurde eine Preisuntergrenze festgelegt. Die Stadt Sontra behält sich ein Vetorecht vor, wenn der Preis den Interessen der Stadt widerstrebt. Gleichzeitig soll der Quadratmeter nicht mehr als 20 Euro kosten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Bei der Vermarktung der Teilflächen soll die InkomZ darauf achten, dass der Käufer neue Arbeitsplätze schafft oder erhält und die Aussicht auf Gewerbesteuer gegeben ist.

Sobald eine der Teilflächen verkauft wurde, übernimmt die Stadt Sontra die Erschließungsanlagen. Zehn Jahre ist für die Vermarktung aller Gewerbeflächen vorgesehen. Die dann noch offenen Kosten für die Erschließung muss die Stadt Sontra übernehmen, Im Gegenzug bekommt sie die infrastrukturellen Anlagen.

Die FWG-Fraktion stimmte gegen das Vertragswerk. Sie empfindet die Investitionssumme von 1,8 Millionen als zu hoch und befürchtet, dass am Ende die Kosten an der Stadt Sontra hängen bleiben. Grüne/FDP und CDU stimmten zu, um das Gewerbegebiet weiter vorantreiben zu können.

Von Tobias Stück

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