Vorstand des Zweckverbands hat entschieden, Husarenkaserne nicht an Logistiker zu verkaufen - Opposition fühlt sich übergangen

Husarenkaserne: InkomZ lehnte Verkauf ab

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Etwa 2000 Volkswagen hat der Logistiker Pressler auf dem Gelände der Husarenkaserne zwischengeparkt und wollte sich ausweiten. Sein Kaufangebot wurde abgelehnt. Der InkomZ möchte das Areal lieber kleinteilig vermarkten.

Sontra. Der Vorstand des Zweckverbandes zur Interkommunalen Zusammenarbeit (InkomZ) von Sontra, Herleshausen und Nentershausen hat das Kaufangebot eines Investors für die Husarenkaserne abgelehnt.

Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer berichtete am Dienstagabend in der Stadtverordnetenversammlung darüber.

Im Anschluss machte sich in der Opposition Unmut darüber breit, dass das Parlament nicht in diese Entscheidung miteinbezogen wurde und nach der Ablehnung vor vollendete Tatsachen gestellt wurde.

Das Unternehmen Pressler-Logistik, das seit dem vergangenen Jahr Volkswagen auf dem Gelände der ehemaligen Husarenkaserne zwischenparkt, habe der Stadt Sontra Ende Juli ein Kaufangebot unterbreitet, berichtete Schäfer. Für 750 000 Euro wollte das Unternehmen mit Sitz in Kaufungen das Gelände kaufen, um sein Unternehmensfeld zu vergrößern. Mit Volkswagen sei abgesprochen, zukünftig 8000 Autos unterzustellen. 5000 Fahrzeuge sollen in Hessisch Lichtenau parken, 3000 in Sontra. Bisher stehen dort 2000 Wagen. In Zukunft sollten dort auch Dienstleistungen rund um die Autologistik angeboten werden.

„Der Vorstand der InkomZ hat das Angebot abgelehnt, weil kein Mehrwert für die Region und kaum neue Arbeitsplätze zu erwarten sind“, sagte Bürgermeister Schäfer gegenüber dem Parlament.

Von Tobias Stück

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