Die Fäden in der Hand

Interview mit Alexander Dupont nach einem Jahr als Stadtmanager

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Ist in Sontra angekommen: Alexander Dupont ist seit einem Jahr Stadtmanager und blickt mit einem guten Gefühl auf diese Zeit zurück. 

Sontra. Seit rund einem Jahr ist Alexander Dupont Stadtmanager in Sontra. Wir ziehen im Interview Bilanz.

Herr Dupont, woran merken die Sontraer, dass Sie seit einem Jahr Stadtmanager sind?

Alexander Dupont: Ich arbeite daran, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu stärken, die Vernetzung lokaler Akteure voranzutreiben, die Stadtmarke „Sontra – Mehr als Mitte“ weiterzuentwickeln, Gewerbetreibende und Vereine vor Ort zu stärken, die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu steigern sowie Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprojekte umzusetzen und zu begleiten. Ziel ist es letztlich, ein funktionierendes und langfristiges Stadtmanagement aufzubauen. Die Umsetzung vielfältiger Events zur Belebung der Innenstadt, erfolgreiche Maßnahmen in den Bereichen City-, Standort- und Tourismusmarketing, die Aufwertung des Kulturangebotes, die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit und eine durchgreifende Wirtschaftsförderung zur Bestandspflege und zur Erreichung von Neuansiedlungen sind einige Tätigkeitsbeispiele für mein Amt.

Haben Sie aus Ihrer Perspektive so viel bewegt, wie Sie sich vorgenommen hatten?

Dupont:Der querschnitts- und netzwerkorientierte Ansatz des Stadtmanagements erfordert eine breite Ausrichtung bei den Aufgabenbereichen. Einerseits macht es die Tätigkeit sehr spannend und abwechslungsreich. Andererseits ist es stets eine Herausforderung, allen Themengebieten gerecht zu werden. Ich denke, dass mich Bürgermeister Thomas Eckhardt als Stabsstelle innerhalb der Stadtverwaltung sehr gut integriert und mich bereits im ersten Jahr mit vielen Projekten zur positiven Entwicklung der Stadt Sontra betraut hat. Wir sind auf einem guten Weg.

Welche Erfolge haben Sie mit erarbeitet?

Dupont:Zum Beispiel die neue Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadt, Veranstaltungskalender und der Imagefilm. Die Verschmelzung von Sontra.digital und der Stadtmarke „Sontra – Mehr als Mitte“ zum Stadtportal „Sontra.digital – Mehr als Mitte“ ist ebenfalls eine Erfolgsgeschichte, wie die Nutzerstatistiken zeigen. Übrigens verfügt die Stadt Sontra auch über ein einheitliches Erscheinungsbild (Corporate Identity).

15 000 Euro bei einer Anteilsfinanzierung von 50 Prozent stehen für zwei Jahre aus der „Landesstiftung – Miteinander in Hessen“ für die Förderung des ehrenamtlichen Engagements zur Verfügung. Ebenfalls gefördert ist die Teilnahme am Engagement-Lotsen-Programm des Landes Hessen. Erneuert werden bald touristisches Leitsystem sowie Ortseingangstafeln.

Darüber hinaus wurden mit meiner Unterstützung und in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen bestehende Märkte und Feste ausgebaut oder auch neue Eventformate wie Kinderfest, Street-Food-Festival, Comedy Night, Kultursommer, Hänselsommer und die Radwegeinweihung des R13 mit der Gemeinde Nentershausen umgesetzt.

Wo und wie werden Sie in Zukunft noch ansetzen, um Sontra voranzubringen?

Dupont: Künftig werde ich in enger Zusammenarbeit mit der Aktionsgemeinschaft des Sontraer Handels (ASH) und mit allen weiteren örtlichen Akteuren die Vermarktung der Innenstadt voranbringen. Hierzu soll ein städtisches Förderprogramm initiiert werden. Weiterhin ist als staatlich anerkannter Luftkurort die touristische Infrastruktur im Bereich Wandern und Radfahren weiter auszubauen. Mountainbike-Parcours und Bike-Park in Sontra soll es geben. In Veranstaltungen wollen wir die Stärken der Stadt zeigen. Zahlreiche positive Veränderungen in der Kernstadt und den Stadtteilen stehen uns auch durch das Stadtkernentwicklungskonzept „Sontra 2030“ sowie durch die erfolgte Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm bevor. Zudem hat die Stadt Sontra einen Antrag zum Erhalt eines Bürgerbusses gestellt. Sämtliche Projekte müssen inhaltlich weiter ausgearbeitet, koordiniert und umgesetzt werden. Ich sehe mich hierbei als „Teamplayer“, der die Fäden zusammenhält.

Was wünschen Sie sich von den Bürgern/Vereinen/Unternehmern, um noch mehr zu bewegen?

Dupont: Meine Schnittstellenfunktion zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Vereinen ist sehr gut. Ich freue mich, wenn Angebote wie Netzwerktreffen der Vereine, Wirtschaftsforen, Unternehmerfrühstück, öffentliche Termine zur Stadt- und Dorfentwicklung oder auch die Wanderung „Sontra von 8 bis 8“ von allen angenommen werden. 

Zur Person 

Alexander Dupont ist 31 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern im Rotenburger Stadtteil Braach. Vor seiner Anstellung in Sontra war er schon Stadtmanager in Schwalmstadt. Sein Büro befindet sich in der ehemaligen Tourist-Info auf dem Marktplatz vorm Sontraer Rathaus. Wenn er am Platz ist, stehen seine Türen für Bürger mit Anliegen offen.

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