Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit 

Investition in die Zukunft: Schützengilde in Sontra erneuert Dach für 40.000 Euro

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In der Vereinsfarbe grün: Karl Gernhardt (links) und Helmut Gieseler freuen sich über das neue Dach des Schützenhauses in Sontra.

620 Jahre ist die Sontraer Schützengilde alt, und die neueste Investition wird sicher einen festen Platz in den Vereinsannalen einnehmen. Mit vielen vereinten Kräften haben die Schützenbrüder ihr Dach erneuert.

Die Maßnahme war längst überfällig. Das mit Eternitplatten bestückte Dach war nicht asbestfrei und an vielen Stellen porös. Feuchtigkeit drang ins im Jahr 1982 erbaute Vereinsheim ein, was dazu führte, dass sich auf dem Dach Moos ansammelte. Aber der Verein hatte nicht nur mit der Feuchtigkeit zu kämpfen. Auch Tiere fanden immer wieder über die 220 Quadratmeter große Dachfläche Zugang zum Gebäude.

Rund 40.000 Euro nahm der Verein nun in die Hand. Eine beachtliche Summe für den Verein mit 85 Mitgliedern. „Die Erneuerung des Daches war in Eigenregie nicht möglich. Da dürfen keine Laien ran“, sagte Schriftführer Helmut Gieseler. „Die Erneuerung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Gilde, für unsere Nachfolger und für mehr Nachhaltigkeit“, so Gieseler weiter, der finanzielle Mittel bei der Stadt, beim Landkreis, beim Landessportbund und beim Land Hessen beantragte. 12.000 Euro bekam der Verein durch das Sonder-Investitionsprogramm „Sportland Hessen“ vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport. 15.000 Euro bringt der Verein aus eigener Tasche auf. „Das Projekt zeigt, wie ein Verein so eine Mammutinvestition stemmen kann“, sagte Joachim Kraus. Der zweite Vorsitzende des Sportkreises Werra-Meißner half dem Verein bei der Beantragung der Fördermittel und berät in Sachen in Sportförderung.

Richtige und einzig plausible Entscheidung

Für den dritten Vorsitzenden und Leutnant Philipp Kohl (34) war es die richtige und einzig plausible Entscheidung: „Wenn nicht jetzt, wann dann“. Die Verantwortlichen wussten, dass sie jetzt die „Manpower“ und die Reserven haben, um das Projekt zu verwirklichen. Rund 400 Arbeitsstunden zählte Gieseler nach Abschluss der Maßnahme. Und dabei hatte die Corona-Pandemie sogar einen günstigen Nebeneffekt. „Eigentlich haben wir 70 Veranstaltungen in diesem Jahr, aber weil diese alle ausgefallen sind, konnten wir die Maßnahme durchziehen“, sagte der zweite Vorsitzende Karl Gernhardt. Der 66-jährige Oberleutnant strich mit seinen Vereinskollegen die Dachkästen, erneuerte die Markisen und brachte mit tatkräftiger Unterstützung das Areal rund um das Vereinsheim am Gilgerad in Schuss.

Königsschießen: Besonders attraktives Programm

„Zukunft“ ist das Stichwort, das beim Verein um den Vorsitzenden Jörg Krause immer zu hören ist. Dafür wurde zuletzt in ein Lasergewehr investiert, damit die fünf Jungschützen beste Trainingsbedingungen haben. „Der Lichtimpuls wird an einem Computer ausgewertet. Somit können auch unter 14-Jährige bei uns reinschnuppern“, sagte Krause, der sich schon jetzt auf das gemeinsame Königsschießen im Jahr 2021 freut und verspricht: „Wir planen ein besonders attraktives Programm“.

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