Wild zum Weihnachtsfest

Jagdverein Hubertus übergibt Rehe an Awo-Seniorenzentrum in Sontra

28 Kilogramm Rehfleisch sind an das Awo-Seniorenheim übergeben: (von links) Wolfgang Brunner, Karsten Iwan, Carsten Meyer, Rainer Stelzner und Anette Schmidt. Foto: Spanel

Sontra. Im Awo-Seniorenzentrum freuen sich die Bewohner jetzt doppelt auf Weihnachten. Der Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege hat dem Heim Rehfleisch aus heimischen Wäldern  überreicht, das zum Fest frisch zubereitet wird.

Nie, so könnte man glauben, schmeckt edles Wildbret besser als in der Weihnachtszeit. Am besten allerdings, wenn das feine Fleisch direkt aus den Wäldern vor der eigenen Haustür stammt – wie das der drei Rehe, welche der Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege gemeinsam mit der Hegegemeinschaft Sontra nun den Bewohnern des Awo-Seniorenzentrums an der Wichmannswiese hat zukommen lassen.

Der Vorsitzende Rainer Stelzner sowie Wolfgang Brunner, Leiter der Hegegemeinschaft Sontra, und die Jagdpächter Karsten Iwan (Sontra I) und Carsten Meyer (Sontra-Breitau) überreichten das Fleisch am Mittwochnachmittag portioniert und tiefgefroren an Einrichtungsleiterin Anette Schmidt.

Brauch pflegen

Seit Jahrzehnten pflegen die Mitglieder des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege den Brauch, Wild zu verschenken. „Wir kümmern uns nicht nur um Hege und Pflege des Waldes, sondern sind der Meinung, auch einen sozialen Auftrag zu erfüllen“, sagt Rainer Stelzner. Er freue sich, den Bewohnern des Awo-Seniorenzentrums beste Ware anbieten zu können. So sei das Wildfleisch so gut wie fett- und cholesterinfrei. „Rehe sind wählerisch und fressen nur die besten Knospen des Waldes“, sagt der Waidmann. „Mehr Bio geht nicht.“

Anette Schmidt zeigte sich ob der Spende – insgesamt sind es rund 28 Kilo Fleisch – sehr erfreut: „Serviert wird das Wildbret pünktlich zum Weihnachtsfest“, so die Einrichtungsleiterin. Gekocht wird in den sechs Hausgemeinschaften des Awo-Seniorenzentrums täglich frisch und regional – „die Spende passt also hervorragend in unseren Speiseplan“. Für die Zubereitung verantwortlich zeichnet Köchin Rena Müller-Seesemann. Serviert, und das verrät sie schon jetzt, werde ein köstliches Rehragout – begleitet von Pfifferlingen und kräftigem Rippenspeck.

So ist die Freude der insgesamt 68 Bewohner des Seniorenheims auf Weihnachten am Mittwoch noch ein bisschen weiter gewachsen. Denn jeder, der kann und möchte, wird einen Beitrag zu den Küchenarbeiten leisten. Schließlich lebe man „wie in einer Familie“ in den Hausgemeinschaften zusammen, sagt Anette Schmidt – jeder in Einzelzimmern, aber mit der Küche als zentralem Anlaufpunkt.

Der Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege will indes weiterhin an seiner Spenden-Praxis festhalten. „Im kommenden Jahr wird dann ein anderes Seniorenheim im Kreis Eschwege mit Wildfleisch bedacht“, sagt Rainer Stelzner.

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