Der Ulfener Ortsvorsteher Michael Stein tritt am 25. Mai für die CDU zur Bürgermeisterwahl in Sontra an

Ein Kandidat mit Reibungsflächen

Hier will er rein: Michael Stein, Ortsvorsteher von Ulfen tritt am 25. Mai an, um Bürgermeister von Sontra zu werden und den Platz im Rathaus einzunehmen. „Der Stillstand der vergangenen Jahre ist nicht mehr hinnehmbar. Sontra kann mehr“, sagt Stein. Foto: Stück

Sontra. Einstimmig war das Votum für Michael Stein in der CDU-Mitgliederversammlung am Mittwochabend nicht. Die eindeutige Mehrheit war aber für den 41-Jährigen. Ein Indiz dafür, dass Stein polarisiert - auch innerhalb der eigenen Reihen. Denn der Ortsvorsteher von Ulfen sagt, was er denkt und schafft dadurch Reibungsfläche. „Wir haben einen Kandidaten mit Glaubwürdigkeit, kommunalpolitischer Erfahrung, Durchsetzungsfähigkeit und Leidenschaft gesucht und ihn in Michael Stein gefunden“, sagt Marco Haukwitz aus dem CDU-Vorstand.

Stein ist Landwirt und Betriebswirt und führt einen Ackerbaubetrieb in Ulfen. Sei 1989 ist er CDU-Mitglied, mittlerweile Vorsitzender des Stadtverbands Sontra. 2001 wurde er in den Ortsbeirat von Ulfen gewählt, 2006 in die Stadtverordnetenversammlung. Hier sitzt er seit fast acht Jahren auch im Haupt- und Finanzausschuss und ist außerdem Mitglied im Zweckverband zwischen Sontra, Herleshausen und Nentershausen. Bei der Kommunalwahl 2011 wurde Stein außerdem in den Kreistag gewählt und wurde Ortsvorsteher seines Heimatdorfes.

Die Arbeit als Ortsvorsteher in Ulfen war es, warum viele Parteikollegen an ihn herangetreten sind, um ihn für das Amt des Bürgermeisters zu begeistern. „Ich habe mich schon länger mit dem Gedanken Bürgermeister zu werden beschäftigt, weil ich der Meinung bin, dass Sontra mehr kann“, sagt Stein gegenüber der Werra-Rundschau. Das Image der Stadt habe in den vergangenen zehn Jahren in der Außendarstellung gelitten. „Das kann ich sagen, weil ich genauso lange die politische Arbeit in der Stadt aufmerksam verfolge.“ Ein Grund für den Verlust des Ansehens ist der Wegfall von Arbeitsplätzen. Fast 1000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mussten nach seinen Angaben in den vergangenen Jahren der Stadt den Rücken kehren. Damit einher gehen seiner Ansicht nach viele Leerstände in der Kernstadt und den Ortsteilen, die bekämpft werden müssen. „Alles fußt auf einer nachhaltigen Finanzpolitik“, sagt Stein. Er möchte einen ausgeglichenen Haushalt anstreben, ohne die Steuern zu erhöhen. „Das können wir nur erreichen, wenn wir die Ausgaben reduzieren.“

Stein wird am Montag das erste Mal sein Wahlkampfteam um sich versammeln. Danach will er mit den Bürgern ins Gespräch kommen, sich Sorgen und Nöte anhören. Seinen landwirtschaftlichen Betrieb will Stein - so er denn gewählt werden würde - wenigstens für die nächsten sechs Jahre in andere Hände geben.

Von Tobias Stück

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