Sanierung ist nicht wirtschaftlich

Kindertagesstätte Villa Kunterbunt soll umziehen

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Kindertagesstätte im ersten Stock: Die Kinder der Einrichtung Villa Kunterbunt am Barbaraplatz in Sontra könnten schon bald im Bürgerhaus oder in der Regenbogenschule spielen.

Sontra. Limonadenbaum und Pferd auf der Veranda wie im literarischen Vorbild gibt es in der Sontraer Villa Kunterbunt zwar nicht, doch wie in Astrid Lindgrens Kinderbuch sucht die Stadtverwaltung nach einem neuen Platz für die Kinder des Hauses. Nur dass man sich in der Hänselstadt nicht um die Erziehung, sondern die Kosten sorgen muss.

Um die Kindertagesstätte langfristig weiterbetreiben zu können, müsste die Stadt über 400 000 Euro in die Instandsetzung und die Sanierung von Dach und Fassade investieren. Zu viel findet man das im Stadtparlament, das in seiner Sitzung am Dienstagabend von Bürgermeister Thomas Eckhardt über den Stand der Dinge informiert wurde. Fristen und Termine für einen möglichen Umzug gibt es derzeit aber noch nicht. Zwei Alternativen stellte Eckhardt am Dienstag vor.

Alternative 1

Ein Umzug ins benachbarte Bürgerhaus ist möglich. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. Allerdings wären einige Umbauarbeiten nötig, um das Kellergeschoss, in dem sich derzeit eine leerstehende Wohnung und ein Gruppenraum befinden, als Kindertagesstätte nutzen zu können. Die Kosten dafür lägen bei etwa 264 000 Euro. Der Vorschlag setzt auch auf Synergieeffekte. Das Bürgerhaus würde belebt, Leerstand sinnvoll genutzt.

Alternative 2

Wie in Netra wird überlegt, Kindertagesstätte und Grundschule unter ein Dach zu legen. Welche Räume in der Regenbogenschule angemietet werden können, muss derzeit noch geklärt werden. Über erste Gespräche sind die Verantwortlichen noch nicht hinaus.

Helga Holzhauser, Leiterin der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt, will sich mögliche neue Räume erstmal ansehen, bevor sie sich ein Urteil bildet. Einen möglichen Vorteil eines Umzuges ahnt sie aber schon: „Dass wir jetzt im ersten Stock untergebracht sind, ist für Kleinkinder natürlich nicht so ideal.“ Die Kinderbetreuung der Arbeiterwohlfahrt befindet sich seit fast 20 Jahren in dem Haus. Ein Abriss kommt nicht in Frage, weil das gesamte Gebäudeensemble am Barbaraplatz unter Denkmalschutz steht.

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