Boom: In Sontra muss der Kirchenvorstand auf 15 Sitze vergrößert werden

Während es in anderen Kirchenvorständen an Ehrenamtlichen fehlt, schwimmt Sontra gegen den Strom – im positiven Sinn. Denn dort musste das Gremium von zwölf Sitzen auf 15 vergrößert werden

Weil der Zulauf so stark war. „Ich denke, dass die Menschen mitbekommen haben, was für gute und spaßbringende Arbeit bei uns geleistet wird. 

Auch die Zusammenarbeit mit Stadt und Vereinen läuft super“, sagt Kirchenvorstandsvorsitzender Daniel Kohl.

Daniel Kohl

Denn sein Team, das weiß Kohl zu berichten, ist nicht nur zum Verwalten, sondern auch zum Gestalten da. Veranstaltungen wie Vereinsgottesdienste mit Feuerwehr und Bergleuten, Konzerte, Gemeindenachmittage sowie Angebote für Kinder und Jugendliche füllen die Gemeinde laut ihm mit Leben. „Das wird von außen wahrgenommen. Deswegen haben wir keine Probleme, Mitglieder für den Vorstand zu finden“, so Kohl. Natürlich müsse man schon auf die Leute zu gehen. Aber das Ja zum ehrenamtlichen Posten kommt dann relativ schnell.

Auch Überalterung gibt es in dem Gremium nicht

Auch das Problem der Überalterung trifft auf den Kirchenvorstand Sontra nicht zu. „Wir haben einen bunten Querschnitt von Mitgliedern zwischen 20 und 70 Jahren“, berichtet Kohl, der mit 36 wohl auch einer der jüngeren Vorsitzenden ist. Und das findet er gut. Weil die Älteren Erfahrung und Flexibilität und die Jüngeren frische Ideen einbringen. „Experten für alle Themenbereiche wie Finanzen, Bau oder Gebäudepflege haben wir an Bord.“

Das alles sorge in Verbindung mit zwei guten Pfarrern, die alles zusammenhielten, für eine gute Dynamik in Sontra. „Uns rennen die Menschen beim normalen Gottesdienst sonntags natürlich auch nicht die Bude ein. Aber gerade unsere vielfältigen Angebote werden schon wahrgenommen und auch angenommen“, sagt Kohl.

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Selbst die monatlichen durchaus mal länger dauerenden Sitzungen mit vielen Tagesordnungspunkten oder Arbeitseinsätze an der Kirche würden mit der richtigen Mischung aus Spaß und Produktivität angegangen. „Alles in allem ist die Kirchengemeinde durch ihre Vielfalt ein gutes Zuhause für die Leute im Ort“, bilanziert der Kirchenvorstands-Vorsitzende.

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