Kreisvorstand wurde gewählt und Präses Ludger Arnold bestätigt

Kreissynode beschließt Haushalt mit Defizit

Wahlen über Wahlen: 19 Urnengänge standen auf dem Programm der Synode des Kirchenkreises Eschwege. Ludger Arnold (rechts) wurde als Präses wiedergewählt, und auch Dekan Dr. Martin Arnold (Mitte) sowie Pfarrer Ralph Beyer (links) bleiben im Kreisvorstand. Fotos: Weber

Sontra. Mehr als neunzehn Wahlgänge standen für die Synodalen des Kirchenkreises Eschwege bei ihrer Zusammenkunft in der Adam-von-Trott-Schule in Sontra auf dem Programm. Der Vorsitzende der Kreissynode, Ludger Arnold, wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt, füllt er diesen Posten doch bereits seit achtzehn Jahren aus und möchte ihn auch noch weitere sechs Jahre ausführen. „Danach jedoch ist Schluss“, sagte Arnold.

Die Kreissynode vertritt als das höchste Organ des Kirchenkreises Eschwege fast 40 000 evangelische Christen im Werra-Meißner-Kreis. Auch der Vorstand der Synode wurde mit großer Mehrheit gewählt. Neben Dekan Dr. Martin Arnold und Präses Ludger Arnold gehören diesem Pfarrer Ralph Beyer, Hedwig Siebert aus Ulfen und Ulrich Bernhard aus Frieda an.

Pröpstin Kathrin Wienold-Hocke rief in der Andacht dazu auf, an der Synode mitzuarbeiten. „Besser als von außen zu schimpfen ist es, von innen mitzubestimmen“, sagte sie. Neben den Wahlen wurde auch die neue Ausrichtung der Evangelischen Familienbildungsstätte besprochen, deren Arbeit sich künftig auf den ganzen Werra-Meißner-Kreis beziehen soll.

Den Haushaltsplan für die Jahre 2014 und 2015 beschlossen die Synodalen mit einem Defizit von fast 60 000 Euro. Ein Grund dafür sind die sinkenden Zahlen der Mitglieder in den Kirchengemeinden. „Wir haben aber erst einmal entschieden, keine gravierenden Veränderungen vorzunehmen. Allerdings wissen wir auch, dass wir auf Dauer nicht mit einem Defizit weitermachen können“, sagte Ludger Arnold. Spätestens im Herbst 2015 werde man dann über Veränderungen beraten müssen.

Helge Hoffmann, Vorsitzender des Finanzausschusses, rief deshalb dazu auf, über Konsolidierungsmaßnahmen zu beraten. „Dabei müssen wir auch über Inhalte diskutieren und uns fragen, was wir künftig noch leisten können.“ Landrat Stefan Reuß zog eine Parallele zur Nutzung von kommunalen Einrichtungen. Ziel sei es, die Strukturen zu erhalten. „Jedoch werden wir über die gemeinsame Nutzung von gemeindlichen Einrichtungen nachdenken müssen“, sagte er. (kw)

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