Leon Sennhenn und Hans Philipp sind die Symbolträger der Breitwiesn

Leon Sennhenn und Hans Philipp sind die Symbolträger der Sontraer Breitwiesn.

„Sie haben es sich verdient. Beide symbolisieren durch ihr Engagement die Zukunft und die Gegenwart unseres Vereins“, machte der Vorsitzende Wolfgang Kirchner unmissverständlich deutlich. Dabei blickte der Vorsitzende des Sportfischereivereins 1969 Wolfsteich stolz auf die Festplakette der diesjährigen Breitwiesn.

Darauf zu sehen sind der 14-jährige Leon Sennhenn und der 73-jährige Hans Philipp. „Es ist für mich eine Ehre auf der Plakette zu sein“, erzählte Sennhenn, der aus Frankershausen kommt und zweimal pro Woche zum Angeln nach Sontra fährt. Im Alter von sieben Jahren hat Sennhenn mit dem Angeln angefangen und es bis heute nicht bereut: „An der frischen Luft und in der Natur zu sein, dass macht mir Spaß.“

Philipp sitzt neben ihm und nickt. Er freut sich über das Interesse des Nachwuchses. Oft saßen bei schon stundenlang gemeinsam am Wolfsteich. Sie warteten, warteten und warteten. Mit Erfolg. Sennhenn zog seine ersten Fische an Land und lobte den erfahrenen Philipp für seine Hilfe. „Er hat den Riecher und weiß, wo die Fische stehen“, sagte Sennhenn, der sich nicht zu schade ist, um bei der Pflege der Gewässer tatkräftig mitanzupacken und nachhaltig Naturschutz zu betreiben.

Bereits seit der Vereinsgründung im Jahr 1969 hat Hans Philipp sich stets in den Dienst des Vereins gestellt.

„Ihm haben wir viele nachhaltige Rahmenbedingungen am Wolfsteich zu verdanken“, betonte Kirchner, der den ehemaligen selbstständigen Unternehmer im ins Besonderen für seine akribische Arbeit lobte. Philipp gehört neben dem ehemaligen Bürgermeister Adam Besand sowie den Unternehmern Heinz Kellner und Reinold Petrasch zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. „Ich habe viele Mitglieder kommen und gehen gesehen“, so Philipp, für den der kleine Verein (nie mehr als 13 Mitglieder) immer „eine Oase der Ruhe“ war.

Manchmal fährt Philipp nur mal eben kurz an den Wolfsteich: „Ich starre dann 30 Minuten aufs Wasser, dann bin ich total entspannt.“ Und dafür hat es sich gelohnt, anzupacken. 40 Jahre drückte Philipp dem Verein im Vorstand seinen Stempel. Schreibtischtäter war er nie: „Viele Mitglieder hatten zwei linke Hände, umso mehr musste ich anpacken. Aber ich habe es immer gerne gemacht.“ An ein Fangerlebnis erinnert sich Philipp aber immer, als ob es gestern gewesen wäre. Ein Zander spuckte auf einmal einen Frosch aus.

„Wir haben was gelacht“, gesteht Philipp, der sich auf die Breitwiesn vom 31. Mai bis zum 3. Juni freut. Im Kescher erhoffen sich Leon Sennhenn und Hans Philipp „viele unvergessliche Momente.“ (mhz)

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