Maroder Kirchentreppe droht Sperrung

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Es muss gehandelt werden: Pfarrerin Andrea Fugmann-Szugfill, Willi Eckhardt, Ernst Möller und Hedwig Siebert präsentieren die von zahlreichen Rissen durchzogenen Treppenstufen.

Ulfen. Es sind nur rund 20 Stufen, die in Ulfen hoch zum Wahrzeichen des Dorfes, der St. Johanneskirche mit dem Friedhof und dem liebevoll gestalteten Kirchhof mit alten Gräbern und dem Gefallenenehrenmal führen. Der Treppe droht nun die Sperrung, denn zahlreiche Risse ziehen sich durch die Stufen und stellenweise sind bereits Betonstücke herausgebrochen.

Zwar gibt es auch eine ebenerdige Zufahrt zu Kirche und Friedhof, für das Gesamterscheinungsbild des Kirchhofes ist die Treppe aber von ganz besonderer Bedeutung. „Diese Bedeutung zeigt sich schon bei Hochzeiten, wo Menschen entlang der Treppe Spalier stehen und sie auch ein beliebtes Fotomotiv für das Brautpaar ist“, bestätigt Pfarrerin Andrea Fugmann-Szugfill. Würde die Treppe gesperrt, müssten Kirchbesucher aus dem Unterdorf zudem einen erheblichen Umweg auf sich nehmen.

Der Förderverein St. Johanneskirche hat sich daher die Sanierung der Treppe vorgenommen. „Wir haben uns erkundigt, eine Firma hat rund 30 000 Euro für das Projekt veranschlagt. Diesen Betrag aber können wir nicht stemmen“, erzählt Willi Eckhardt, der Schatzmeister des Fördervereins.

Eine Unterstützung mit Fördermitteln aber kommt nicht in Betracht, da ein zweiter Zugang zur Kirche gegeben ist. Damit finden sich die engagierten Ulfener aber nicht ab.

„Wenn wir nur den Stein für neue Treppenstufen kaufen und die Treppe in Eigenleistung erneuern, kommen wir sogar mit weniger als 10 000 Euro aus“, hat Eckhardt ausgerechnet. Um Spendengelder einzunehmen, veranstalten Kirchengemeinde und Förderverein am Sonntag, 1. Dezember in Ulfen einen Adventsmarkt mit Basar, Tombola, Luftballonaktion, Geschenkideen und natürlich Unterhaltung mit Chören und den Ulfener Jungs.

Los geht es um 11 Uhr mit einem Gottesdienst.

Von Wolfram Skupio

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