Serie "Die Weite Welt und wir"

Miriam Schäfer verbringt nach Abitur an Adam-von-Trott Schule in Sontra ein Jahr in Neuseeland

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Nachricht vom anderen Ende der Welt: Die Abiturientin Miriam Schäfer wagt sich für ein ganzes Jahr als Au-pair nach Neuseeland. Hier besucht sie den Elephant Rock und The Three Sisters.

Sontra/Nentershausen/Wellington – Miriam Schäfer arbeitet nach dem Abitur an der Adam-von-Trott Schule in Sontra seit Juli als Au-Pair in Neuseeland. Ein neuer Teil der Serie „Die weite Welt und wir“.

Aufbruchsstimmung und Nervosität herrschten vor rund sieben Monaten im Hause Schäfer. Die neu gekauften Koffer standen vollgepackt bereit für den nächsten Tag. Der Tag, dem die Abiturientin der Adam-von-Trott-Schule Sontra Miriam Schäfer schon lange entgegengefiebert hat, vor dem sie aber genau so viel Angst hatte.

Die 18-Jährige hatte sich nach dem Abi für ein sogenanntes „Gap-Year” (Lückenjahr) entschieden. Das bedeutet, dass sie ein Jahr im Ausland verbringen würde, bevor sie ein Studium oder eine Ausbildung antreten will.

Seit Ende Juli 2018 arbeitet sie als Au-pair in Neuseeland, lebt dort bei einer Gastfamilie und kümmert sich neben dem Haushalt um die Kinder der Familie. Ihr Leben hat sich ab diesem Zeitpunkt von einem auf den anderen Tag um 180 Grad gewendet.

Abiturientin kümmert sich um die drei Kinder der Familie

Die gebürtige Nentershäuserin erinnert sich noch an die ersten Monate, die eine wahre Herausforderung für sie darstellten: Neben all den neuen Eindrücken sollte sie nun am buchstäblich anderen Ende der Welt, weit entfernt von Familie und Freunden, ihren Platz in einer fremden Familie finden, den Haushalt von sechs Leuten schmeißen und sich um drei aktive Jungen im Alter von zwei, drei und vier Jahren kümmern. Nach bereits sieben Monaten hat sie als Au-pair einen festen Platz in der Familie gefunden und eine starke Bindung zu den Kindern aufgebaut.

Miriam Schäfer beim Bungee-Springen in Queenstown.

„Ein solches Auslandsjahr wird auch durch kulturelle Erfahrungen geprägt“, sagt sie. Neben der deutlichen Präsenz der Maori-Kultur, also die der lokalen Ureinwohner, bekommt Miriam Schäfer zusätzlich jeden Tag Einblicke in eine weitere Kultur: „Meine Gastfamilie kommt ursprünglich aus Indien. Neben kulinarischen Spezialitäten und den vier Sprachen, die aktiv im Haushalt gesprochen werden, lässt mich meine Gastfamilie auch intensiv an den indischen Feiertagen teilnehmen.“ An Diwali beispielsweise trug sie ein traditionelles Kleid, war im Tempel und hat an religiösen Ritualen teilgenommen.

Außerhalb ihrer Arbeitszeiten besteht die Chance, viele Reisen und Ausflüge zu unternehmen. Miriam Schäfer behauptet sogar, sie sei so schon so viel in Neuseeland herumgekommen, dass sie sich mit der Geografie dort besser auskenne, als mit der in Deutschland. Etwa fünf Monate bleiben ihr noch in Neuseeland, bevor sie die Rückreise antreten muss.

Neben ihrem Gepäck nimmt sie aber nicht nur eine Fülle an eindrucksvollen Erinnerungen mit, sondern auch prägnante Erfahrungen. „Wenn ich bis jetzt eins verstärkt habe, dann ist es meine Selbstständigkeit: Mich komplett alleine ins Flugzeug zu setzen und mein Leben in Deutschland für ein Jahr hinter mir zu lassen, war ein großer Schritt für mich, durch den ich aber unfassbar viel über mich selbst hinausgewachsen bin”, sagt Miriam Schäfer.  

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