B 400 zwischen Krauthausen und Breitau

Mit Wohnmobil sicher in den Urlaub: Polizei kontrollierte bei Krauthausen

Zwei Polizisten kontrollieren ein Wohnmobil.
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Augenmerk auf der richtigen Ladung und dem erlaubten Gewicht: Frank Grubbe und Tobias Schmidt (von links) kontrollieren am Donnerstag ein Wohnmobil.

Urlaub mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen liegt schwer im Trend, in der aktuellen Corona-Zeit noch mehr.

Viele Menschen leihen sich bei Freunden, Bekannten oder auch Firmen Anhänger oder Mobile und kennen sich oft nicht gut aus, was sie damit dürfen und was nicht. Die Polizei führt gerade die europaweite Aktion „Safe Holidays“ durch, in der Wohnmobile und Wohnwagen kontrolliert werden, so auch am Donnerstagvormittag auf der Bundesstraße  400 zwischen Krauthausen und Breitau.

„Wir schauen, wie ist die Ladung gepackt und schauen vor allem auch auf das Gewicht und die Achslast“, erklärt Frank Grubbe, Leiter des regionalen Verkehrsdiensts Eschwege. Mit einer mobilen Radlastwaage werden die Achsen gewogen und addiert. „Das Problem ist, dass man schnell überlädt, ohne dass man es merkt“, fügt Tobias Schmidt, Leiter der Kontrollstelle der Polizeistation Sontra an.

„Für uns ist die Kontrolle kein Problem, ich wusste, dass wir alles eingehalten haben“, erklärt Josef Grau aus Illerkirchberg bei Ulm, der mit seinem Wohnmobil auf dem Weg nach Bremen war. Er könnte in seinem Wohnmobil sogar noch 700 Kilogramm mehr mitnehmen.

„Mein Wassertank ist ziemlich voll, da war ich gespannt was das ausmacht, aber ich freue mich natürlich, dass alles gut ist“, so der Urlauber bei der Kontrolle. „Wichtig für uns ist auch, welchen Führerschein die Fahrer haben, Herr Grau darf bis 7,5 Tonnen fahren, deshalb gibt es hier kein Problem“, erklärt Polizist Frank Grubbe.

Anders bei einer Familie aus dem Vogtlandkreis in Bayern: Das Wohnmobil wog auf der mobilen Radlastwaage 3,9 Tonnen, 400 Kilo zu viel. „Selbst wenn wir eine Toleranz von 200 Kilo abziehen, sind es immer noch 200 Kilo zu viel, das ist eine Ordnungswidrigkeit, der Fahrer darf laut Führerschein nur 3,5 Tonnen führen“, sagt Polizist Tobias Schmidt. „Wir fahren jetzt zusammen mit dem Fahrer zu einer großen Waage, um eine zweite Messung zu haben, im schlimmsten Fall erwartet die Urlauber ein Bußgeld“, erklärt Schmidt weiter.

„Bei den meisten Wohnwagenfahrern ist alles gut, uns geht es vor allem darum, die Leute darauf aufmerksam zu machen, sich mit der richtigen Ladung und auch dem erlaubten Gewicht zu beschäftigen, damit alle einen schönen und sicheren Urlaub haben“, so Polizist Frank Grubbe.

Bei den meisten geprüften Wohnmobilen war am Donnerstag alles in Ordnung, dafür waren die Polizisten auch live dabei, wie ein Pkw im absoluten Überholverbot einen Lkw überholte, der natürlich auch gleich rausgewunken wurde. „Den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld über 70 Euro und ein Punkt“, so Grubbe. Auch in den nächsten Wochen wird es deutschlandweit, aber auch im Werra-Meißner-Kreis, zu weiteren Kontrollen der Wohnwagen und -mobile kommen.

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