Nachts im Museum: In Wichmannshausen wurde am Wochenende gefeiert

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Sorgten für die Bewirtung: (von links) Beate Vock, Jochen Gardziella, Stefanie Döhring, Lars Morgenthal und Axel Blum vom Team des Museumsvereins. 

Etwa 500 Besucher lockte die diesjährige Museumsnacht am Samstag in das Museum Wichmannshausen. Es gab neue Exponate und eine leckere Bewirtung.

Schon vor dem in weiches Licht getauchten Gebäude kommen die Besucher miteinander ins lockere Gespräch. Das Duo Robius bringt da sein Publikum im Pferdestall mit „Everybody (Backstreet’s Back)“ schon zum Mitsingen und Tanzen. 

Und an den zahlreichen Tischen in den mit Öfen beheizten Zimmern des Museums herrscht bei Essen und Getränken gute Stimmung. Etwa 500 Besucher lockte die diesjährige Museumsnacht am Samstag in das Museum Wichmannshausen.

Stimmungsmacher: das Duo Robius

Während die Veranstaltung für viele von ihnen bereits fest zum Kulturprogramm gehört, haben andere durch Zufall davon erfahren. Sehr begeistert zeigten sich die Besucher dabei von der besonderen Atmosphäre im alten Boyneburger Schloss, die durch das Gebäude selbst, die Einrichtung und Ausstellungen, herbstliche Dekoration mit Kerzenlicht und an diesem Abend auch durch die passenden Harfenklänge, für die Frank Kummer sorgte, entstand.

Neben den Stücken, die bereits zuvor zur Ausstellung gehörten, erwarteten die Besucher bei der Museumsnacht zwei Vitrinen mit Miniaturen von landwirtschaftlichen Maschinen. Entdeckt hatte sie eines der Vereinsmitglieder auf dem Flohmarkt. Sie wollen mit diesen Ausstellungsstücken im Kleinen zeigen, wie Maschinen im Großen funktionierten. Im Boyneburg-Zimmer sind nun unter anderem ein Gespannpflug, ein Langholzwagen und eine Dampfmaschine zu sehen, die sich allesamt eine besondere Eigenschaft teilen: Jede der Miniaturen ist funktionstüchtig.

Dabei ist das Boyneburg-Zimmer mit seiner Sanierung eines der aktuellen Projekte des Museumsvereins, der sich über helfende Handwerker freuen würde. Gleichzeitig arbeiten die Ehrenamtlichen gerade daran, den Brunnen, der bei der Hofrenovierung vor wenigen Jahren gefunden wurde und mit einem Betonring gesichert war, zu einem Hingucker auf dem Museumsgelände werden zu lassen. Mit diesem Projekt möchte sich der Verein bei der Sparkassen-Stiftung bewerben und hofft darauf, bei der Online-Abstimmung im November möglichst viele Stimmen zu erhalten.

Begeistert von der Arbeit des Museumsvereins zeigten sich die Besucher am Samstagabend. Durch die Arbeit eines professionellen Kochs, der auch im Verein tätig ist, konnte das kulinarische Angebot vorbereitet werden und das von Bernd Meister stammende Essen erfreute sich eines derart großen Zuspruchs, dass es im Laufe der Museumsnacht ausverkauft war. Dabei erzählten die Vereinsmitglieder, dass die Museumsnacht in diesem Jahr unter keinem guten Stern gestanden habe, einiges aufgrund von Krankheitsfällen kurzfristig umgeplant werden musste. Angetan waren sie allerdings von den positiven Rückmeldungen und der Tatsache, dass knapp die Hälfte der Besucher von außerhalb nach Wichmannshausen kam. 

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