Navi-Probleme: Fehlgeleitete LKW fahren bei Weißenborn die Straße kaputt

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Buckelpiste: Dass das Schild rechts auf die Straßenschäden zwischen Weißenborn und Sontra hinweist, ist für die Anwohner wohl nur ein kleiner Trost. 

Sontra-Weißenborn. Die Kreisstraße zwischen Sontra und seinem Stadtteil Weißenborn sei in einem „katastrophalen Zustand“, wie Ortsvorsteher Werner Görke es nennt. Doch damit nicht genug: Täglich brettern seinen Angaben nach auch noch zig Lastkraftwagen über die schmale enge Strecke und durch Weißenborn durch.

„Weil sie bei Krauthausen von der Bundesstraße 400 durch ihre Navis abgeleitet werden, bei uns durchs Dorf fahren und dann in Sontra wieder auf die B 27“, so Görke. Er sieht das als Gefahr und Missstand.

Eigentlich wäre es laut des Ortsvorstehers sinnvoller, wenn die Brummifahrer die B 400 bis Wichmannshausen durchfahren und dort dann direkt auf die B 27 einbiegen würden. Weil es über Weißenborn aber wohl etwas kürzer ist, leiten die Navigationssystem sie in die Irre. „Wenn die Lkw-Fahrer wüssten, wie eng, steil, kurvenreich und schlecht die Straße zwischen Weißenborn und Sontra ist, würden sie hier garantiert nicht langfahren“, sagt Görke.

Abhilfe schaffen könnte zum Beispiel eine Beschilderung. Jörg Klinge, Pressesprecher des für die Kreisstraße zuständigen Werra-Meißner-Kreises, sagt, dass die Kommune erst eine Zählung durchführen müsste, um das Problem statistisch zu belegen. Der Stadt Sontra ist das Problem bekannt, wie deren Büroleiter Jürgen Kniepkamp mitteilt. Zusammen mit den anderen Behörden sei man in Gesprächen und arbeite an einer Lösung. Einen Ortstermin soll es noch geben. „Mit dem Durchfahrtsverbot für Lkw werden wir aber schlechte Karten haben, wahrscheinlicher ist eine Sanierung der Kreisstraße“, erzählt er.

Werner Görke hat indes Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. „Wenn sich hier ein Lkw und ein Traktor entgegenkommen. Aber auch so ist ein Lastwagen schon schwer durch die Kurven und Schlaglöcher zu steuern“, sagt er. Ein weiteres Problem sei die Lärmbelästigung im Ort, die die Bewohner immer wieder kritisieren würden.

Generell aber wünscht sich Görke in erster Linie eine Sanierung der Kreisstraße Richtung Sontra. Die soll es im Zuge des Autobahnausbaus geben, wie Lutz Günther, Pressesprecher der Deges, mitteilt: „Am späteren Tunnel Holstein gibt es aktuell noch keine Bauaktivitäten, dies wird frühestens ab Mitte des nächsten Jahres der Fall sein. Vorher wird die Kreisstraße 2 gemäß Planfeststellungsbeschluss entsprechend ertüchtigt.“

Was das Problem jedoch wohl kurzfristig eher verschlechtern wird: Laut Günther muss die B 400 zwischen Krauthausen und dem Abzweig zur B 27 vom 6. bis zum 17. August mehrfach kurz für je maximal zehn Minuten vollgesperrt werden – wegen des A 44-Baus. Die Sperrungen sollen in der verkehrsarmen Zeit zwischen 9 und 15 erfolgen. Grund seien Schalarbeiten an der neuen Ulfetalbrücke.

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