Mit neuem Füller ins Rathaus-Büro

Thomas Eckhardts erster Tag als Sontras neuer Bürgermeister

Noch sind die Regale weitgehend verwaist: Doch der neue Sontraer Bürgermeister Thomas Eckhardt hat bereits am ersten Tag seiner Amtszeit mit der Gestaltung seines Büros begonnen. Er zeigt seinen neuen Füller, den er für Unterschriften benötigt. Foto: Harald Triller

Sontra. „Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ Die dieser schlaue Satz stammt vom Mark Twain. Er steht auf dem Etui des Füllfederhalters, den Ehefrau Gabi ihrem Mann Thomas Eckhardt zum Amtsantritt als Bürgermeister von Sontra geschenkt hat.

„Ich wünsche mir, dass ich immer die richtigen Worte finde“, so der neue Verwaltungschef beim WR-Gespräch. Er hat am Samstag erstmals die Rathaustür und danach auch sein Büro aufgeschlossen. Warum gleich am Samstag? „Für einen Bürgermeister gibt es kein Wochenende, ich beginne sofort mit dem Einräumen.“ Und dann fällt sein Blick auf den besagten Füller: „Den benötige ich jetzt häufig, viele Unterschriften warten auf mich. Ich denke, ich habe das letzte Mal in der Schule mit einem Füller geschrieben, der PC hat das Handschriftliche abgelöst“, spannt Thomas Eckhardt den Bogen hinein in das Büro.

Einige Farbtupfer soll sein neuer Arbeitsraum noch erhalten, so kommt ein Bild vom Signal-Iduna-Park auf jeden Fall an die Wand: „Ich bin bekennender BVB-Fan, werde aber die Bürotür für alle Einwohner stets geöffnet haben. Auch für Anhänger von Bayern München“, schmunzelt Eckhardt über sich selbst. So ist es leicht zu erraten, welche Farben sein Kaffeetasse haben wird.

Die Regale sind noch weitgehend verwaist: „Auch das wird sich schon in den nächsten Tagen ändern, unter anderen werde ich viele Ordner mit Gesetzestexten mitbringen“, sagte Thomas Eckhardt. Und er weiß natürlich, wie wichtig gerade in der Anfangszeit die sondierenden Gespräche sind. Dem Mitarbeiterstab stellt er sich am heutigen Montag in einem kurzen offiziellen Teil vor, ehe er den gesamten November dazu nutzen will, um mit jedem einzelnen Bediensteten das persönliche Gespräch zu suchen.

„Das wird sich mit den Fraktionen fortsetzen, wobei erste Dialoge schon erfolgt sind“, sieht Thomas Eckhardt in der fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit einen wichtigen Faktor, um das Klima zu verbessern. Natürlich will er sich mit vielen neuen Ideen einbringen: „Es hat einen Generationswechsel gegeben, der bringt zwangsläufig Veränderungen mit, aber ich möchte der Mensch Thomas Eckhardt bleiben.“

Das Bewahren seiner Gradlinigkeit, die ihn als Büroleiter in Alheim ausgezeichnet hat, legte ihm bei der Verabschiedung auch Alheims Bürgermeister Georg Lütke ans Herz. Und mit dem Blick auf die Blume, die ihm ebenfalls Ehefrau Gabi auf den Schreibtisch gestellt hat, setzte er das Einräumen des Büros fort.

Von Harald Triller

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