Musik auf ganz hohem Niveau

Neujahrskonzert: Ulfener Jungs begeistern und sorgen für Jubelstürme

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29. Neujahrskonzert der Ulfener Jungs: Mit einem facettenreichen Programm glänzte die Blaskapelle.

Der Applaus nahm kein Ende, das Publikum bei der 29. Auflage des Neujahrskonzertes ließ die Blasmusiker der Ulfener Jungs nicht mehr aus seinen Fängen.

Natürlich hat der musikalische Leiter Sebastian Walter noch drei Zugaben aus dem Taktstock gezaubert, erst dann endeten die begeisternden Jubelstürme des Publikums in der rappelvollen Ulfener Sport- und Kulturhalle.

Immer für einen Spaß gut: Rolf Bodenstein.

Das Thema der Konzertreihe, schon gestern Nachmittag folgte Teil zwei, war einfach gestrickt: „So schön ist Blasmusik.“ Das stimmt natürlich, aber die Ulfener Jungs haben einmal mehr unter Beweis gestellt, wie facettenreich Blasmusik sein kann. Filmmusik, Musical, Swing sowie Rock und Pop vereinten sie zu einer Traube, die am Ende immer den gleichen Geschmack hatte, weil die Darbietungen eindrucksvoll widerspiegelten, was sich die rund 50 Aktiven während der Proben mit dem Profimusiker Sebastian Walter hart erarbeitet haben. Schon während der Pause war allseits nur Lob zu hören: „Das ist Blasmusik auf allerhöchstem Niveau“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Werra-Meißner, Marc Semmel, der dem Ensemble absolute Spitzenklasse bescheinigte. 

Aber nicht nur mit wunderbaren Blasmusikklängen, die im Übrigen absolut deckungsgleich mit den im Hintergrund eingespielten Videosequenzen abliefen, glänzte das Orchester, auch die Moderation hätte nicht besser sein können. Punktgenau stimmten Ramona Brenk und Thomas Eckhardt die Zuschauer auf jeden einzelnen Vortrag exzellent ein, servierten quasi auf dem Tablett, was in den folgenden Minuten musikalisch zu erwarten war.

Die Musik gibt die Stimmung vor, die das Auge sieht

Das beste Beispiel der „Videoüberwachung“ lieferte die Musik zu einem der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte – Gladiator. Thomas Eckhardt sagte, ausstaffiert mit Gladiatorenhelm und Säbel: „Die Musik gibt die Stimmung vor, die das Auge sieht. Sie ist es, die die Emotionen für die sichtbaren Bilder leitet.“ Und auch ohne das Video ist dem Zuhörer anhand der Musik klar geworden, wann die Entscheidung im Todeskampf der Gladiatoren gefallen ist. Einfach nur erstklassig, was Sebastian Walter mit seinen Ulfener Jungs an dieser Stelle zelebriert hat. Das gleiche Fazit trifft auf den 1937 abgestürzten Zeppelin zu, der nach Reichspräsident von Hindenburg getauft wurde und 36 Menschen das Leben gekostet hat.

Klar ist, dass gerade Tragödien musikalisch besondere Herausforderungen verlangen, aber die Ulfener Jungs haben auch die angenehmen Seiten zum Ausdruck gebracht, die die Musik zu erzählen vermag. „And the Waltz goes on“, „The greatest Showman“ erreichten bereits Feuerwerkcharakter, aber mit einem absoluten Höhepunkt – „Viva Belcanto“ – schickten die Blasmusiker ihr Publikum in die Pause.

Im zweiten Teil durfte dann auch der König der Blasmusik, Ernst Mosch, nicht fehlen, stimmlich untermalt von Nadine Hendrich und Michael Horber. Und Rolf Bodenstein schmuggelte sich an den Taktstock von Sebastian Walter heran, um endlich einmal „seine Rosamunde“ zu dirigieren, was ihm allerdings nur unter Schwierigkeiten gelungen ist. Dennoch zeichneten ihn Ramona Brenk und Thomas Eckhardt als Ehrendirigenten aus.

Abwechselungsreicher Schlussgalopp 

Der Schlussgalopp hätte abwechslungsreicher nicht sein können. Die Ulfener Jungs haben es geschafft, auch „The Sound of Silence“, „No Roots“ und ein Medley von Frank Sinatra auf Blasmusik zu trimmen. Am Ende spielten sich der Vorsitzende Norbert Michael, die Moderatoren und der musikalische Leiter die Bälle des Dankes an alle Beteiligten rüber und nüber.

Fazit: Die Besucher, die im Besitz von Karten für die weiteren Neujahrskonzerte sind, dürfen sich auf zweieinhalb Stunden Blasmusik der Extraklasse freuen.

Neujahrskonzert der Ulfener Jungs begeistert 

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