Neujahrskonzert der Ulfener Jungs überzeugt - Noch Restkarten für Freitag

Die Bühne war eigentlich zu klein: Für das Alphorn musste die während des Konzertes vergrößert werden. Beim Publikum kamen dieser Auftritt wie auch die anderen Programmpunkte des Konzertes der Ulfener Jungs gut an. Foto:  Berg

Ulfen. Zu einem neuen Jahr gehört seit nunmehr 26 Jahren traditionell auch das Neujahrskonzert der Ulfener Jungs: Am Samstagabend feierte ihre neue Show, die unter dem Motto „Drive!" steht, Premiere.

Die Ulfener Sport- und Kulturhalle war mit 380 Leuten voll besetzt, als die Moderatoren Ramona Brenk und Thomas Eckhardt auf einem Roller und einem Segway durch die Gänge zur Bühne fuhren und so ihren Drive bewiesen.

Mit dem gleichnamigen Stück von Patrick Roszell eröffneten dann die Ulfener Jungs den Abend musikalisch. In ihrem gut zweieinhalbstündigen Konzert zeigten die Musiker mal wieder, wie vielschichtig und abwechslungsreich sie sind: klassischer Marsch und traditionelle Blasmusik treffen auf symphonische Werke genauso wie auf moderne Popmusik oder angesagte Stücke aus den Charts. In der ersten Hälfte stachen die Musiker erst mit dem Marsch „Seeteufel Graf Luckner“ in See, um danach mit dem Raumschiff Enterprise und der Filmmusik von Star Trek Into Darkness neue Galaxien zu erobern. Einer der Höhepunkte des Abends war der Auftritt von Martha Buchenau, die das Lied „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ zur Interpretation der Ulfener Jungs sang: Obwohl kaum jemand im Publikum etwas von dem verstanden haben dürfte, da sie das Lied in seiner Originalsprache Schwedisch sang, waren die Gäste ganz gebannt und applaudierten danach minutenlang für die junge Sängerin.

Für den „Alphorn-Ritt“ musste anschließend die Bühne vergrößert werden, da das Alphorn nicht auf die Bühne passte: So kam es, dass Landrat Stefan Reuß und Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld genau in das Ende des Alphorns schauten, was für einige Lacher im Publikum sorgte. Auf nicht ganz so klassischen Instrumenten spielten hingegen die Schlagzeuger und Percussionisten: Für das Schlagzeugsolo wurde wild auf Rohren rumgetrommelt, was sich zur Hymne „Seven Nation Army“ von den White Stripes und später zu „Played a Live“ vom Safri-Duo entwickelte.

Für zwei Stücke durften anschließend die Jugendlichen des eigenen Nachwuchsorchesters mit auf die Bühne und ihr Können zeigen. Traditionell begann der zweite Teil des Konzertes: Mit „Musikantensehnsucht“ und „Wir Musikanten“ spielte das Orchester gleich zwei böhmische Polka- Stücke. Beim Konzertstück „Mnozil vs. Verdi“ kam es zum Streit zwischen den Dirigenten, sodass schließlich Bürgermeister und Mitmusiker Thomas Eckhardt das Orchester dirigieren musste. Für die Zugabe kam noch einmal Martha Buchenau auf die Bühne und sang die Hymne „Hallelujah“ des im vergangenen Jahr gestorbenen Leonard Cohen und sorgte damit für Standing Ovations im Publikum.

Info:  Wer das Neujahrskonzert der Ulfener Jungs noch erleben möchte: Für den kommenden Freitag gibt es noch ein paar Restkarten, für den Samstagabend gibt es eine Warteliste. Wer das Nachwuchsorchester erleben möchte, kann mit seinen Kindern das Kinderkonzert am Samstagnachmittag um 14 Uhr besuchen.

Neujahrskonzert der Ulfener Jungs

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