Für die Arbeit im Forst verschärfen sich die Vorgaben - Sanktionen gegen Waldbesitzer

Niemals ohne Lehrgang

Fünf Stunden arbeitet Forstwirt Dirk Munk mit den Teilnehmern praktisch im Wald. Vorher gab es Theorieunterricht. Foto: privat

Breitau/Eschwege. Waldbesitzer müssen mit Beginn des nächsten Jahres noch mehr aufpassen, wer und zu welchen Bedingungen in ihrem Wald Holz schlägt. Die Standards für nachhaltige Holzwirtschaft werden sich im Staats- und Privatwald ab 1. Januar ändern. Wichtigste Neuerungen sind der Nachweis von Erfahrung im Umgang mit der Motorsäge (Motorsägenlehrgang) und die Verwendung biologisch schnell abbaubarer Öle und Hydraulikflüssigkeiten.

„Wer bereits im Wald gearbeitet hat, weiß, wie schnell Öl danebenlaufen kann oder ein Hydraulikschlauch an den Maschinen abreißt“, sagt Dr. Thomas Rysavy, Leiter des Forstamts Wehretal. Forstamt und Förster werden die Verwendung der neuen Schmierstoffe, die es jetzt bereits im Fachhandel zu kaufen gibt, überwachen. Sanktionen müssen die Eigentümer der Wälder befürchten, wenn sie dort Arbeiter Holz fällen lassen, die sich nicht an die neuen Regeln halten. Gleiches gilt für die Erfahrung im Umgang mit der Motorsäge. Wer den sogenannten Motorsägenlehrgang nicht nachweisen kann, darf kein Holz im Wald bearbeiten. Den Ärger bekommt wieder der Waldbesitzer. Das Forstamt schult die Eigentümer über die neuen Regeln.

„Trotz Motorsägenlehrgangs empfehlen wir, immer zu zweit in den Wald zu gehen“, sagt Dr. Rysavy. In fast allen Wäldern des Forstamts Wehretal gäbe es keinen Mobilfunkempfang. Die Motorsägenlehrgänge bietet Hessen-Forst in Zusammenarbeit mit dem Forsttechnikexperten Reinhardt (0 56 51/3 39 63 00) in Breitau und Eschwege an (siehe Kasten). Die Lehrgänge werden außerdem bei der Deula in Witzenhausen und im Forstlichen Bildungszentrum in Weilburg veranstaltet.

Von Tobias Stück

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