Turnhalle müsste weichen

Nutzungskonzept für Sontraer Regenbogenschule vorgestellt

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Das ehemalige Gebäude der Regenbogenschule in Sontra: Bereits bekannt war, dass eine Awo-Kindertagesstätte in das Gebäude einziehen soll.

Seit Beginn des Jahres ist der Umzug der Regenbogenschule Sontra vom Kirchplatz an den neuen Standort in der Nachbarschaft zur Adam-von-Trott-Schule in der Langhelle abgeschlossen.

Im Zuge der Rückübertragung wurde der Stadt das ehemalige Schulgelände kostenlos vom Werra-Meißner-Kreis übergeben.

Bereits 2018 wurde von den Stadtverordneten beschlossen, ein Nutzungskonzept auszuarbeiten, damit ein dauerhafter Leerstand des Areals ausgeschlossen werden kann. Dieses Konzept vom Witzenhäuser Architekten Hans-Peter Schubert wurde nun am Dienstag den Stadtverordneten vorgelegt. Es soll als Grundlage für die in der Zukunft weiteren Gespräche mit Arbeiterwohlfahrt (Awo), Stadtjugendförderung, der evangelischen Kirche und der Diakonie dienen. Bekannt war bereits der Einzug einer Awo-Kindertagesstätte, angedacht sind außerdem ein Jugendzentrum und eine Jugendpflege. Für die Diakonie könnte ein Verwaltungs- und ein Tagespflegebereich entstehen.

Geschätzte Kosten: 220.000 Euro

Grundbestandteil des Nutzungskonzeptes ist es, die Pausen- und Turnhalle einschließlich des Untergeschosses abzureißen, da sich für die speziell auf den Schulsport ausgerichteten Räume laut dem Architekten keine Nachnutzung ergeben würde. Die geschätzten Kosten für den Abbruch belaufen sich einschließlich der Nebenkosten auf 220.000 Euro.

Im Gebäudeabbruchbereich könnten ein Anbau für die evangelische Kirchengemeinde mit einem ebenerdigen Gemeindesaal und möglichst barrierefrei zu erreichende weitere Räume entstehen. Sowohl für den möglichen Neubau als auch für das bestehende Gebäude sollten aus diesem Grund Aufzüge installiert werden. Die Kosten für den Neubau würden laut Konzept samt der Nebenkosten rund 1,4 Millionen Euro betragen.

65 Quadratmeter im Bestand

Die mögliche Gesamtnutzfläche – abzüglich der geplanten Awo-Kindertagesstätte im Bestandsgebäude – beläuft sich laut dem Architekten auf rund 2145 Quadratmeter. Hinzu kämen 450 Quadratmeter vom Anbauteil – 385 Quadratmeter davon als Neubau und 65 Quadratmeter im Bestand.

Somit würden sich laut Konzeptvorlage dann eine noch mögliche zur Verfügung stehende Gesamtnutzungsfläche von rund 2600 Quadratmetern ergeben, die nach Einschätzung von Hans-Peter Schubert Baukosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro (brutto) auslösen würde. Hinzu kämen die bereits ermittelten Umbaukosten für den Awo-Kindergarten im Erdgeschoss in Höhe von 1,26 Millionen Euro, sodass das Gesamtprojekt Regenbogenschule oberhalb von sechs Millionen Euro anzusiedeln sei.

Förderantrag gestellt 

Basierend auf den Gesprächen mit der Awo wurde laut Beschluss als einer der ersten Schritte für die Errichtung der Kindertagesstätte mit einem prognostizierten Kostenvolumen von rund 1,3 Millionen Euro ein Förderantrag gestellt. Darüber hinaus fand bereits im vergangenen Jahr die erfolgreiche Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche/Lebendige Zentren“ statt.

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