Projekt startet am Freitag in Sontra

Fahrer für NVV-Mobilfalt gesucht 

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Werben für das Pilotprojekt: Hubert Kijewski (rechts) aus Roßbach und Rüdiger Eichner aus Witzenhausen engagieren sich als Starthelfer für den NVV. Sie informieren und unterstützen bei der Registrierung.

Werra-Meißner. Das Pilotprojekt Mobilfalt des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) geht am Freitag in Sontra an den Start. Die beiden Starthelfer Hubert Kijewski aus Roßbach und Rüdiger Eichner aus Witzenhausen haben in den vergangenen Wochen in ihren Ortsteilen kräftig die Werbetrommel gerührt.

Sie haben Gespräche geführt und Informationsbroschüren verteilt, um möglichst viele Fahrer und Mitfahrer für das NVV-Projekt zu gewinnen.

"Als Starthelfer haben wir vier Schulungen erhalten. Wir können mit der Software umgehen, machen das Projekt bekannt, sind Ansprechpartner in den Dörfern und helfen bei der Registrierung", erklärt Rüdiger Eichner. Damit Mobilfalt nicht nur ein Pilotprojekt bleibt, werden weitere Starthelfer und vor allem Autofahrer gesucht, die sich an dem Projekt beteiligen wollen.

Rüdiger Eichner war sofort von Mobilfalt überzeugt: "Ich nutze reglmäßig die Fahrplanauskunft des NVV und bin so auf das Projekt gestoßen", sagt er. Die Veröffentlichung des privaten Pkw sei eine gute Sache. "Viele Autofahrer sind allein unterwegs, das ist weder ökonomisch noch ökologisch", ergänzt er. Das Mobilfalt Projekt sei ein erster Schritt zur größeren Nachhaltigkeit.

Dem stimmt auch Hubert Kijewski ausnahmslos zu. Der Pensionär wird seinen blauen Opel künftig für Mobilfalt-Fahrten anbieten und kann sich auch selbst vorstellen demnächst mitzufahren: "Ich werde auch nicht jünger", sagt er und ergänzt: "Das Projekt trägt sich nur, wenn alle mitmachen". Schließlich richte sich das Angebot an Menschen, die sich mehr Mobilität und Flexibiltät wünschen. Der 14-jährige Schüler könne ebenso von dem Angebot profitieren, wie die alleinerziehende Mutter oder der Senior, der selbst nicht mehr mit dem Auto unterwegs ist. "Die Fahrt für einen Euro kann sich jeder leisten."

Mit dem Mobilfalt-Projekt will der NVV das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr verbessern. Im Werra-Meißner-Kreis werden deshalb die bestehenden Busverbindungen durch zusätzliche Fahrten mit dem Auto ergänzt. Zunächst werden Fahrten in Witzenhausen, Sontra, Nentershausen und Herleshausen angeboten.

Bis Ende 2014 gibt der NVV eine Mobilitätsgarantie. Das bedeutet, dass an allen ausgewiesenen Mobilfalt-Haltestellen jede Stunde eine Verbindung angeboten wird. Wenn für eine Verbindung kein privater Autofahrer gefunden wird, übernimmt nach Angaben des NVV ein Taxi-Unternehmen die Fahrten. (alh)

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