Wer Oberflächenbeschichter werden will, braucht gute Kenntnisse in Mathe, Physik und Chemie

Ohne Naturwissenschaften geht es nicht

Joseph Clemons arbeitet schon seit zwölf Jahren im Bereich der Oberflächenbeschichtung bei Anodi Tec in Sontra. Foto: Salewski

Sontra. Vor allem Sorgfalt ist in diesem Beruf wichtig: Oberflächenbeschichter arbeiten hauptsächlich in industriellen und handwerklichen Betrieben, die Werkstückoberflächen mit metallischen Überzügen versehen.

Das passiert auch im Eloxalwerk Anodi Tec in Sontra. Hier steht eine riesige Werkhalle, in der die Oberflächenbeschichter ihrer Arbeit nachgehen. Einer von ihnen ist Joseph Clemons. Sehr konzentriert widmet er sich immer wieder der Überwachung der Badverweildauer oder der exakten Prüfung der Schichtdichte der zu behandelnden Oberflächen. Um als ausgebildeter Oberflächenbeschichter arbeiten zu können, ist eine dreijährige Lehre notwendig. Kenntnisse in Chemie sollten vorhanden sein, um etwa chemische Vorgänge beim sogenannten Galvanisieren zu verstehen.

Auch Physik ist wichtig, so werden grundlegende Kenntnisse etwa beim Testen beschichteter Leiterplatten benötigt. Auch ohne Mathematik geht es hier nicht: Die Berechnung von Metallmengen für Elektrolytbäder zum Beispiel setzt Kenntnisse voraus. Fertigkeiten in Werken und Technik sind ebenfalls gute Voraussetzungen dafür, die Ausbildung zum Oberflächenbeschichter erfolgreich zu bewältigen und später auch in dem Beruf arbeiten zu können.

„Ich mache meine Arbeit sehr gerne“, erzählt Joseph Clemons von seinem Arbeitsalltag, „ich muss stets sehr gut aufpassen und alles immer genau im Blick haben, damit die Beschichtung und Veredelung auch wirklich immer so sind, wie der Kunde es will.“ Auch das reinigen der Wannen und Behälter sowie das fachgerechte Entsorgen der verwendeten Chemikalien gehören zum Aufgabenbereich des Oberflächenbeschichters.

Auszubildende in diesem Bereich verdienen im ersten Lehrjahr zwischen 595 und 806 Euro pro Monat, im zweiten steigt der Lohn auf 625 bis 850 Euro und schließlich erhalten die Lehrlinge für ihre Arbeit zwischen 675 und 912 Euro pro Monat. (ms)

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