Feuerwehr in Sontra schafft Schutzbereiche

Ortsteilwehren bleiben bestehen

Arbeiten Hand in Hand: Die Sontraer Wehrführer mit Stellvertretern, Stadtbrandinspektor und den Verantwortlichen aller Fachbereiche. Foto: Strube

Sontra. Die Feuerwehren in Sontra müssen sich umstellen: Weil nicht in allen Ortsteilen die Wehrführer und ihre Stellvertreter die vorgeschriebene Ausbildung absolviert haben, hat die Stadtverordnetenversammlung eine Satzungsänderung beschlossen, nach der die Ortsteile in gemeinsame Schutzbereiche mit Bereichswehren zusammengefasst werden.

Im benachbarten Herleshausen wurde eine vergleichbare Lösung bereits umgesetzt.

„Wir organisieren hier nur eine engere Zusammenarbeit und keinesfalls eine Zusammenlegung“, sagte Bürgermeister Thomas Eckhardt bei der Sitzung in der vergangenen Woche. „Der Erhalt aller Wehren ist uns ganz wichtig.“ Eine nicht freiwillige Zusammenlegung stünde dem ehrenamtlichen Engagement entgegen, weil sie von den Einsatzkräften nicht akzeptiert würde, heißt es in dem Vorlagebericht, der den Stadtverordneten vorgelegt wurde. Derzeit sind in ganz Sontra laut Stadtbrandinspektor André Bernhardt fast 300 Einsatzkräfte gemeldet, von denen rund zwei Drittel auch aktiv teilnehmen.

Ortsteile ohne ausreichend qualifizierte Wehrführer sind Blankenbach, Diemerode, Mitterode, Stadthosbach, Thurnhosbach, Weißenborn und Wölfterode. Die Satzung sieht folgende Schutzbereiche vor: • Sontratal (Hornel, Mitte und Weißenborn), • B 27 (Mitterode und Wichmannshausen), • Pfaffenbachtal (Berneburg, Diemerode und Heyerode), • Hosbachtal (Stadthosbach und Thurnhosbach), • Unteres Ulfetal (Breitau und Krauthausen) sowie • Oberes Ulfetal (Blankenbach, Ulfen und Wölfterode).

Firmen stellen nicht frei

Ein häufiges Problem bei der Ausbildung von Wehrführern sei, dass Firmen ihre Angestellten dafür nicht freistellen würden, sagt Stadtbrandinspektor Bernhardt. Daher fordert er vom Land, Firmen dafür einen Ausgleich zu bieten. „Wir machen hier so viel“, sagt er, „da könnte das Land uns diesen Schritt wirklich entgegenkommen.“ Das fordert auch Wichmannshausens Ortsvorsteher Herbert Cebulla. „Die Wehrführer kriegen vom Land immer mehr Arbeit aufgehalst.“ Oft säßen sie jetzt schon mehr am Schreibtisch als selbst im Einsatz zu sein.

Von Lasse Deppe

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