Blankenbach trägt seine Handschrift

24 Jahre Ortsvorsteher: Albert Rimbach gibt Verantwortung in jüngere Hände

Spielt seit jeweils über 50 Jahren die Kirchenorgeln in Blankenbach und Wölfterode: Albert Rimbach ist ein begnadeter Musiker und er war über 24 Jahre Ortsvorsteher in seinem Heimatdorf Blankenbach.
+
Spielt seit jeweils über 50 Jahren die Kirchenorgeln in Blankenbach und Wölfterode: Albert Rimbach ist ein begnadeter Musiker und er war über 24 Jahre Ortsvorsteher in seinem Heimatdorf Blankenbach.

MIt 70 Jahren tritt Albert Rimbach jetzt kürzer. Den Posten des Ortsvorstehers von Blankenbach hat er abgegeben, arbeitet seinen Nachfolger die nächsten Jahre aber noch ein.

Blankenbach – So alt an Jahren, wie die Zahl der Stunden beträgt, die er auf freiwilliger Basis geleistet hat, kann er gar nicht werden. Albert Rimbach wurde am 31. März 1951 geboren. Das heißt, er hat vor sechs Wochen seinen 70. Geburtstag gefeiert. Seine Familie, Ehefrau Gudrun und die drei Kinder Susanne, Matthias und Melanie konnten stets auf die Herzenswärme des Ehemannes und Vaters bauen.

Aber seine Liebe gehört auch seinem Heimatdorf Blankenbach, das fraglos seine Handschrift trägt. Und diese ehrenamtlichen Aufgaben lassen sich aufgrund der Vielfalt nur ganz schwer katalogisieren.

Immer für das Dorf da

„Immer für die Allgemeinheit und das Wohl der örtlichen Bürgerschaft da sein, das war die Devise zeit meines Lebens“, erklärte Albert Rimbach beim WR-Gespräch, das einen besonderen Anlass hatte. Denn schon vor der Kommunalwahl am 14. März hatte der 70-Jährige die wichtige Entscheidung getroffen, das Amt des Ortsvorstehers in jüngere Hände zu legen.

Dem Nachfolger helfen

„Fakt ist aber, dass ich noch eine Wahlperiode im Ortsbeirat bleibe, um meinen jungen Nachfolger Patrick Hefele mit Rat und Tat zu unterstützen“, so Rimbach. Die kommunalpolitische Bilanz des Blankenbacher Urgesteins ist eindrucksvoll: „Im nächsten Jahr mache ich das halbe Jahrhundert als CDU-Abgeordneter im Stadtparlament von Sontra voll. Und 1976 wählten mich die Einwohner von Blankenbach in den Ortsbeirat, den ich von 1997 an über 24 Jahre hinweg als Dorfbürgermeister führte“, so Albert Rimbach schmunzelnd.

Aus besagter Vielfalt seines politischen Engagements für Blankenbach ragt eine Herzensangelegenheit heraus: „Ja, der Neubau der Bürgerscheune im Rahmen der Dorferneuerung genießt einen besonderen Stellenwert in meinem Leben“, erinnert er sich gerne zurück an die Kolumne der Werra-Rundschau bei der Einweihung: „Der für uns zuständige Redakteur hat den Neubau damals „Royal-Albert-Hall“ genannt“, weiß Albert Rimbach diese Ehre noch heute sehr zu schätzen.

Großartiger Musiker

Auch die Musik hat es ihm angetan. Er steht seit 1978 als Vorsitzender an der Spitze des Männerchores und integrierte auch in seiner Doppelfunktion als musikalischer Leiter 1982 die Landfrauen aus Wölfterode und Blankenbach. „Mit diesem unablässigen Schachzug konnte ich mit meinem damaligen Vorstand den Chorgesang in den beiden kleinen Sontraer Stadtteilen retten“, konstatiert Rimbach. Von seinem Engagement profitiert auch die Kirchengemeinde, denn Albert Rimbach spielt seit 1967 in Wölfterode und seit 1969 in Blankenbach jeweils bis in die Gegenwart in beiden Gotteshäusern die Orgeln.

Triebfeder in Vereinen

Als Vorsitzender vom Heimat- und Verkehrsverein hat er ebenfalls an zahlreichen Stellschrauben von zukunftsträchtigen Projekten gedreht, und auch als Mitglied der Feuerwehr, der Jagdgenossen, im CDU-Stadtverband von Sontra sowie im Kirchenvorstand ist die Meinung von Albert Rimbach stets gefragt. Schließlich gehört der 70-Jährige auch zu den Triebfedern des Posaunenchores, der sich aus aktiven Musikern der Orte Blankenbach, Neustädt, Gerstungen und nun auch aus Ulfen zusammensetzt. „Alle diese Ämter habe ich mit großer Freude ausgeübt. Und die Dankbarkeit, die ich dafür erfahren durfte, war natürlich mein schönster Lohn“, zeigt sich Albert Rimbach angetan.

Bei der jüngst stattgefundenen konstituierenden Sitzung des im März gewählten Ortsbeirates durfte freilich auch Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt nicht fehlen, der, allen voran, Albert Rimbach seine Ehre erwiesen hat: „Ich freue mich, dass ich am heutigen Abend, bei dem ein Generationenwechsel im Stadtteil Blankenbach in der Funktion des Ortsvorstehers vollzogen wird, an der Seite des neuen Ortsbeirates stehen darf, denn ich denke, dass es sich hier und jetzt um einen einzigartigen Moment handelt“, bemerkte der Sontraer Rathauschef.

Hohe Auszeichnungen

„Nach über 24 Jahren als Ortsvorsteher und insgesamt 45 Jahren im Ortsbeirat von Blankenbach beendet Albert Rimbach eine äußerst erfolgreiche Ära. Sein Nachfolger Patrick Hefele ist nunmehr der jüngste Ortsvorsteher in unseren 14 Stadtteilen. Albert Rimbach, wer kennt ihn nicht, opferte sich in vielfältiger Form und in unnachahmlicher Art und Weise für seine Bürgerinnen und Bürger und seinen Stadtteil auf. Deshalb gebührt dir, lieber Albert, mein ganz besonderer Dank für dieses unglaubliche, einzigartige und vorbildliche Engagement zum Wohle unseres Stadtteils. Du bleibst der Ortsgemeinschaft, vielen Vereinen und auch dem neu gewählten Dorfparlament weiterhin erhalten. Von daher freue ich mich auf die künftige gute Zusammenarbeit und ziehe den Hut vor deiner Leistung“, lobte Thomas Eckhardt den Tausendsassa, der schon 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz sowie 1998 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet wurde.

Starke Frau an der Seite

In seinem Schlusswort nutzte Rimbach das Forum, um sich bei seiner Frau Gudrun zu bedanken: „Ohne die starke Frau an meiner Seite, die mich in allen Ehrenämtern bestärkt hat, wäre meine aufopferungsvolle Arbeit nicht möglich gewesen“, so der sechsfache und stolze Opa. (Harald Triller)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare