Gartenarena statt Fußballstadion

Paradies gesucht: Mario Rabe aus Breitau zeigt seinen Tempel im Grünen

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Mario Rabe kann mithilfe eines Stuhles gerade so über seine Burgmauer schauen. Die Steinwände sind bis zu drei Meter hoch und acht Meter lang. Mit Steinkleber verbunden hält die Konstruktion auch starken Belastungen stand.

Zeigt her Eure Gärten! Wenn Ferien im eigenen Garten, gerade in der Corona-Zeit, zum Urlaubsersatz werden, ist die WR dabei und wirft in dieser Serie einen Blick in die heimischen Paradiese.

Eine Steinmauer wie die der Ruine Brandenfels bei Markershausen wollte Mario Rabe in seinem Garten haben – und zu seinem Glück war das auch kein Problem. „Unsere Freunde haben geholfen, ohne die hätte es nicht geklappt“, sagt der 46-Jährige.

Ein Jahr lang haben Mario Rabe und sein Bruder Michael zusammen mit fast 30 Helfern für das Gartenparadies geschuftet. So wurden Platten für die Terrasse ausgelegt, ein Weg gepflastert und die drei Meter hohe Mauer errichtet. „Für die Wände haben wir 300 Steine verarbeitet und davon wiegt jeder 26 Kilo, die haben wir zu zweit getragen“, erinnert sich Mario Rabe. Jeden Samstag haben Fußballfreunde, Bekannte und Verwandte im Rabengarten, wie der 46-Jährige das Familiendomizil nennt, mitgeholfen.

Bekannte und Freunde willkommen

Die Steinmauer im Garten von Mario Rabe sollte nicht zu statisch wirken, deshalb haben die Handwerker Vorsprünge eingebaut.

Und der Einsatz hat sich gelohnt, meint der Opel-Angestellte. Denn von der Gartenterrasse mit Burg-Charme haben alle etwas. „Hier sind alle Bekannte und Freunde von ein bis 99 Jahren willkommen“, bestätigt der Breitauer und strahlt. Bis zu 120 Besucher waren schon gleichzeitig im Rabengarten, normalerweise seien es aber nicht so viele, so der gesellige Gartenbesitzer. Am liebsten lädt Rabe zu Grillabenden ein, besonders wenn ein Fußballspiel von Bayern München ansteht. Dann hat der 46-Jährige gleich ein paar Getränke im Kühlschrank parat und holt den Fernseher aus der Gartenhütte.

„In der Hängematte liege ich auch gerne nach der Arbeit“, sagt Rabe und geht auf eine übergroße Standkonstruktion zu. Allerdings sei es ihm wichtig, dass nichts auf der 60 Quadratmeter großen Terrasse statisch ist. „Ich passe die Sitzmöglichkeiten an die Gästezahl an“, so der Gartenfreund. Einige Einheiten hat er deshalb immer giffbereit.

Und wenn es den Fußballfans zu heiß unter dem großen Sonnenschirm wird, ist eine Abkühlung nicht weit. Gleich neben den Deutschlandfähnchen haben sich die Rabe-Geschwister eine Gartendusche installiert. Ein wenig Sichtschutz bietet dabei eine meterlange Hainbuchenhecke, die ebenfalls ein Fußballrelikt ist. „Wir haben Kronkorken aus den Fußballvereinen bekommen und so 150 Stück gesammelt, die wir bei einem Gewinnspiel gegen eine Hecke eingetauscht haben“, erzählt Mario Rabe.

Zwei Stadionstühle auf der Wiese

Ein Stadionstuhl mit Widmung für seinen Bruder steht im Garten von Mario Rabe und seiner Familie.

Und weil die Gebrüder Rabe nicht genug vom Fußball bekommen können, haben sie natürlich auch die passenden Sitzmöglichkeiten in ihrem Garten. Zwei Stadionstühle stehen mitten auf der Wiese. „Michels Ruh“ steht auf einem der beiden. „Das war ein Geburtstagsgeschenk für meinen Bruder“, sagt Mario Rabe und klappt die Sitzfläche herunter. Und das nächste Gartenprojekt steht auch schon fest – eine Sauna soll es sein, dann müsse er weniger mähen, scherzt der 46-Jährige.

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