Gebäude steht seit 2015 leer

Das Pfarrhaus in Ulfen soll  verkauft werden

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Engagieren sich fürs Pfarrhaus: (von links) Dorfchronist Eduard Michael, Kirchenältester Eduard Iba, Kastenmeister Willi Eckhardt und Pfarrerin Rita Reinhardt. 

Ulfen. Das seit 2015 leer stehende Pfarrhaus in Ulfen soll verkauft werden. Dazu hat sich der Kirchenvorstand entschieden.

Grund: Weil in den Sternen steht, ob es jemals wieder von einem Pfarrer bezogen wird, stellt die Landeskirche kein Geld für eine notwendige Sanierung bereit. 

Die Geschichte

Wann das erste Pfarrhaus in dem Sontraer Stadtteil gebaut wurde, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass es 1634 im 30-jährigen Krieg von den Kroaten niedergebrannt wurde. 1650 folgte die Wiedererrichtung. Zwischen den Jahren 1856 und 1858 wurde es durch das heutige Pfarrhaus unterhalb der Kirche ersetzt.

Die Raumaufteilung

Im Keller befinden sich vier Räume, einer davon für die Heizung. Das Erdgeschoss umfasst ein Büro, Gemeinderäume und die Toilette. Im Ober- und Dachgeschoss ist die Wohnung mit sieben Zimmern angelegt. Das Grundstück hat einen 994 Quadratmeter großen Garten, eine Garage und eine Scheune.

Der Leerstand

Bis zum Jahr 2015 war das Pfarrhaus bewohnt. Dann verkündete Pfarrerin Andrea Fugmann-Szugfill kurzfristig ihren Weggang. Sie lebte bis dato mit Ehemann und zwei Kindern, die in Ulfen geboren wurden, in dem Gebäude. Zusammen mit Dekan Dr. Martin Arnold hat der Kirchenvorstand über eine Neubesetzung der Pfarrstelle gesprochen. Diese beinhaltet seit 2016 1100 Gemeindeglieder aus Ulfen, Breitau, Blankenbach, Wölfterode und Krauthausen. Schnell wurde klar: Für einen Neubezug ist eine umfassende Renovierung nötig. Ein Architekt erarbeitete dementsprechende Pläne. „Trotz der geplanten Renovierung gab es keine Bewerbung“, sagt Willi Eckhardt, Kirchenvorstandsmitglied und Kastenmeister.

Der Entschluss

Pfarrerin Rita Reinhardt bewarb sich auf die Pfarrstelle. Der Dekan gestand ihr jedoch zu, in Röhrda wohnen zu bleiben. Die Kirchenvorstände akzeptierten dies und wählten sie zur Pfarrerin. Das und veränderte Regelungen in der Landeskirche haben dazu geführt, dass es keine größere finanzielle Förderung für die Sanierung geben wird. „Uns vom Kirchenvorstand fiel es nicht leicht, aber wir wollen verkaufen“, sagt Eckhardt. Zumal man nicht wisse, ob die Pfarrstelle bestehen bleibe, wenn Rita Reinhardt in Rente geht.

Die Zukunft

Die Gemeinderäume für Aktivitäten wie Konfirmandenunterricht im Erdgeschoss müssten bei Verkauf anderswo hinverlegt werden. Dazu laufen Gespräche mit der Stadt. Wer Kaufinteresse hat, kann sich bei Pfarrerin Rita Reinhardt (Tel. 0 56 53/12 90) oder Willi Eckhardt (Tel. 0 56 53/14 94) melden.

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