WR-Serie „Paradies gesucht"

Phantasialand im Hinterhof: Reiner Pippart aus Breitau zeigt seinen Garten

Reiner Pippart lehnt an seiner Wetterstation in seinem Garten.
+
Die Wetterstation ist effektiv: ist der Stein weiß, schneit es–nur bei Schieflage der Station ist Vorsicht geboten. 

Zeigt her eure Gärten! Wenn Ferien im eigenen Garten, gerade in der Corona-Zeit, zum Urlaubsersatz werden, ist die WR dabei und wirft einen Blick in die heimischen Paradiese.

Die Horror-Scheune von Reiner Pippart ist berühmt-berüchtigt, aber nicht nur darin, auch dahinter hat der gelernte Maurer sich ein Phantasieland gebaut. In jahrzehntelanger Kleinstarbeit hat Pippart jeden Winkel seines Hinterhofes dekoriert und ausgebaut.

Mit Witz, Kuriosem und detailgetreuen Nachbauten hat der Handwerker Landschaften im Wildweststil, Hausreihen mit Alpen-Atmosphäre, Drachen-Burgen und lauschige Teichanlagen angelegt.

Schneewittchen und die sieben Zwerge waren Reiner Pipparts erstes Projekt, als der Rest des Gartens noch mit Kartoffeln bepflanzt war. Heute ist jeder Quadratmeter des Gartens fantasievoll dekoriert. 

Pippart lässt den Gewächsen im Garten freien Lauf

„Sogar Fort Fun ist dabei“, sagt der 64-Jährige stolz, als er seine Westernstadt vorstellt. Kleine Playmobil-Figuren fahren in Kutschen durch die staubigen Straßen der Felsenstadt. „Die Steine habe ich vom Feld mit nach Hause genommen und dann ist hier Hauswurz gewachsen“, erklärt der Alternativ-Gärtner.

Was in seinem Garten wächst, hat der Breitauer zwar im Blick, aber er lässt den Dingen in seinem Garten auch freien Lauf: „Ich gebe allem, was hier wächst, eine Chance“, sagt der Hobbygärtner und freut sich. Und so lässt Pippart seine Märchenwelten von Sumpfdotterblumen, Rosen, Lilien und Mauerpfeffer umranken.

Insgesamt acht selbst gebaute Häuser, drei Burgen, unzählige Hütten, Gartenzwerge, Züge, Seilbahnen, Drachen und bunte Figuren tummeln sich im Garten des Fantasie-Schöpfers.

Sperrmüll, Flohmärkte und Freunde helfen für Projekte

Ideen für neue Welten und den Ausbau seines Kreativ-Gartens findet Pippart überall und jeden Tag. „Ich sehe zum Beispiel im Urlaub ein schönes Haus und dann baue ich das nach“, erklärt Pippart.

So sind schon detailgetreue Mühlen und Alpenhäuser entstanden. Was er nicht bauen kann, sammelt Reiner Pippart. Auf dem Sperrmüll, bei Flohmärkten oder über Freunde findet er, was andere nicht mehr wollen.

Der geduldige Wiederverwerter arbeitet besonders Playmobil-Schlösser und Gartenzwerge wieder auf. „Den Rudi hier habe ich auch auf dem Müll gefunden und der hier braucht mal wieder eine Maniküre“, sagt Pippart und mustert seine Garten-Gnome.

Züge, Burgen und Alpenhäuser kommen in Reiner Pipparts Garten zusammen. 

Um die kleinen Wächter wieder in Topform zu bringen, schleift Pippart die Plastikoberfläche leicht an und trägt dann eine frische Schicht Farbe auf.

„Gartenzwerge sind heute schwer zu bekommen“

„Gartenzwerge sind heute schwer zu bekommen, und wenn, müssen sie aus Hartplastiksein“, erläutert der Zwergenretter. Denn Porzellanexemplare gingen zu schnell kaputt, weiß Pippart.

Nagelneue Gartendekoration aus der Packung ist aber sowieso nichts für Pippart. „Was hier in meinem Garten ist, darf nicht zu perfekt sein“, beteuert er.

Sein freundlicher Garten sorgt bei dem 64-Jährigen immer wieder für gute Laune. „Die kleinen Kerle hier sind immer gut drauf und lachen immer“, sagt Reiner Pippart und nickt in Richtung seiner Gartenzwerge.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare