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Radstrecke bei Mitterode sorgt für Kritik

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Von: Julia Stüber

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Für Unverständnis sorgt die Planung des Radweges zwischen Wichmannshausen und Sontra bei Felix Reimuth (links) und Jens Schellhase. Von Mitterode kommend (hinten links) müssen Radfahrer die viel befahrene B 27 über eine kleine Insel überqueren.
Für Unverständnis sorgt die Planung des Radweges zwischen Wichmannshausen und Sontra bei Felix Reimuth (links) und Jens Schellhase. Von Mitterode kommend (hinten links) müssen Radfahrer die viel befahrene B 27 über eine kleine Insel überqueren. © Julia Stüber

Steine liegen im Graben entlang der B 27 in Richtung Sontra. Der Radweg zwischen Wichmannshausen und Sontra (R5) hat schon bei einigen Fahrradfahrern für Kopfschütteln gesorgt (wir berichteten). So auch bei Jens Schellhase und Felix Reimuth von den Fahrradfreunden aus Wichmannshausen.

Sontra - Sie kritisieren zum einen den Übergang auf Höhe des Abzweiges Mitterode. Wer von Wichmannshausen kommend in Richtung Sontra mit dem Fahrrad fahren will, muss die B 27 queren. Auf der Straße befindet sich eine Verkehrsinsel. „Man steht hier auf dieser kleinen Insel und die Fahrzeuge rasen nur so an einem vorbei. Besonders gefährlich wird es dann, wenn hier zum Beispiel ein Fahrradfahrer mit Gespann steht. Das passt nicht“, sagen Jens Schellhase und Felix Reimuth. Und auch die Einsehbarkeit des Verkehrs auf der Insel kritisieren die beiden Radfahrer. Ein weiteres Problem: Große Steine liegen in einem Graben zwischen Radweg und Straße. „Wenn jemand auf dem Weg stürzt und dabei in den Graben auf die Steine fällt, wird es sehr gefährlich.“

Wer als Radfahrer weiter in Richtung Sontra fährt, muss zudem in einem Teilbereich in den Gegenverkehr fahren. Dieser kommt aus Richtung des Guts Wellingerode. „Natürlich sind das nicht viele Autos, die diese Straße nutzen. Aber dennoch ist es ein Problem, wenn Radfahrer in die entgegengesetzte Richtung fahren.“

Felix Reimuth und Jens Schellhase schlagen einen anderen Verlauf des Radweges zwischen Wichmannshausen und Sontra vor. Bislang endet die Strecke beim Abzweig Mitterode. Dort könnte sie – zwischen Bundesstraße und der dortigen Eisenbahnstrecke – weiter verlaufen in Richtung Gut Wellingerode.

Fahrradfahrer würden danach die bereits bestehende Unterführung nutzen, um weiter nach Sontra zu gelangen, so Reimuth und Schellhase.

Die Deges

Auch die verantwortliche Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) reagierte auf die Kritik. „Die aktuelle Querung der B 27 wurde in der bestehenden Form durch die Verkehrsbehörde verlangt und angeordnet. Sie ist regelkonform ausgelegt und im Zuge der Planung wurden die Belange der lokalen Interessengruppen berücksichtigt“, teilt Pia Verheyen mit. Die Verkehrsinsel sei für die Länge von Fahrrädern ausgelegt. „Verkehrsteilnehmer, die mit einem Fahrradanhänger unterwegs sind, sollten sicherheitshalber auf der jeweiligen Straßenseite abwarten, bis die vollständige Querung der B 27 möglich ist.“ Wenn die A 44 freigegeben werde, würde sich auch der Verkehr auf der Bundesstraße reduzieren – auf etwa 500 Fahrzeuge pro Tag und Richtung in der Spitzenstunde.

Auch den Hinweisen zum Graben mit den Steinen ist die Deges inzwischen nachgegangen. Das Ergebnis: Die Einrichtung des Grabens und dessen Ausmaße wurden gemäß Planung und Genehmigung umgesetzt. Aber: „Der Verbleib der Steine wird derzeit geprüft“, sagt Verheyen.

Der Bürgermeister

Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt erklärt, dass eine Verlegung des Radweges an der Nordwestseite der aktuellen Bundesstraße nicht möglich gewesen sei. So hätte zwar vermieden werden können, dass die Radfahrer die Straße übqueren müssen. Allerdings konnte die betroffene Grundstücksfläche nicht gekauft werden – die Eigentümer lehnten dies ab. Die Deges habe bei den Gesprächen damals aber zugesichert, dass für die Fußgänger und Fahrradfahrer an der Querung eine Ampel eingerichtet wird. Bis heute wurde dies allerdings nicht umgesetzt. (Julia Stüber)

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