Stadtverordnetenversammlung

Regenbogenschule in Sontra zieht im Herbst auf den Schul-Campus

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Soll in das Eigentum der Stadt Sontra übergehen: die Regenbogenschule, die spätestens im November leerstehen wird. 

Sontra. Wir haben die vier wichtigsten Punkte der Stadtverordnetenversammlung in Sontra zusammengefasst.

1.Feuer- und Rettungswache in Wichmannshausen.Nach einen langen Entscheidungsprozess, in dem etliche Beweggründe mit über 100 Bürgern sowie dem Kreisbrandinspektor Christian Sasse unter Hinzunahme eines Architekten diskutiert und abgewogen wurden, soll eine eingeschossige Feuer- und Rettungswache „Am Ehrenmal“ in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund entstehen. Aufgrund der guten Anbindung zur B27 und der Autobahn für Ortsvorsteher Herbert Cebulla (SPD) die richtige Entscheidung: „Die plausibelste und logischste Lösung.“ Unter Berücksichtigung der Maßstäbe der vorliegenden Planungsunterlagen erwirbt die Stadt drei Flurstücke zum Kaufpreis von 104 831 Euro zuzüglich Nebenkosten.

2.Ausübung des Rückübertragungsrechts. Der Umbau der Adam-von-Trott-Schule zur Errichtung eines Schulcampus’ schreitet wie geplant voran. Der Umzug für die Regenbogenschule in Richtung Jahnstraße steht im Oktober oder November an. Das Grundstück der Regenbogenschule wird dann nicht mehr schulisch genutzt. Eine Entwidmung seitens des Landkreises per Beschluss des Kreistags wird angestrebt. Die Regenbogenschule wurde während der Schulreform im Jahr 1975 dem Werra-Meißner-Kreis übertragen, was der Stadt die Möglichkeit eröffnet, innerhalb eines Jahres nach Entwidmung die kostenlose Rückübertragung zu verlangen. Von diesem Rückübertragungsrecht macht das Parlament Gebrauch, aus Sicht des Bürgermeister Thomas Eckhardt genießt das Gebäude „stadtentwicklungstechnisch eine enorme Bedeutung“. Erste Gespräche mit möglichen Investoren fanden bereits statt.

3.Resolution zur medizinischen Versorgung. Der SPD-Fraktionsvorstand um Detlef Nizold und Elisabeth Mangold stellte eine Resolution zur Verbesserung der medizinischen Versorgung vor. Die Probleme (unter anderem die Schließung von Arztpraxen und die weite Anreise zu Fachärzten) wurden dargestellt, Lösungsansätze benannt. Für Beate Bach (Bürger für Sontra) waren die Ausarbeitungen nicht zielführend genug: „Dies bringt uns keinen einzigen Arzt nach Sontra.“ Für Achim Lange (SPD) ist es dagegen „genau der richtige Moment, um ein Zeichen zu setzen“. Der Gegenantrag von Seiten der CDU und der Fraktion Bürger für Sontra, diese Thematik in einem Ausschuss näher zu untersuchen, wurde abgelehnt.

4.Kinderbetreuung bis sechs Stunden kostenfrei. Auf Grundlage der gesetzlichen Neuregelungen, die der Hessische Landtag am 26. April dieses Jahres mit dem Gesetz zum Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch verabschiedet hat, wird die Beitragsfreistellung für eine bis zu sechsstündige Betreuung in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen von Kindern ab dem dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt zum 1. August dieses Jahres eingeführt. Bei einer Betreuung, die über sechs Stunden in Anspruch nimmt, ist ein einheitlicher Stundensatz in Höhe von 24 Euro pro Monat von Seiten der Eltern zu tragen. Kinder in Krippen (bis zum dritten Lebensjahr) sind von dieser Regelung nicht betroffen.

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